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Staatenlexikon Europa

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft

Edited By Andreas Dittmann and Wolfgang Gieler

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Geographie, Kultur, Politik und Wirtschaft der Staatenwelt Europas. In alphabetischer Reihenfolge – von Albanien bis Zypern – werden insgesamt 50 Staaten behandelt. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingten Prozessen. In kompakter Form werden Informationen auf aktuellem Stand über die Bedingungen und Strukturen, Interessen und Ziele der Politik der Staaten Europas untereinander und in der internationalen Arena geboten. Zielgruppen sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle politisch Interessierten. Ein Grundlagenwerk, das zur differenzierten Beurteilung Europas im Wandel beiträgt. Dabei wird der Begriff «Europa» räumlich großzügig interpretiert und auch über Ost- und Südosteuropa hinaus bis zum Kaukasus ausgedehnt.

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Ukraine (Torben Waschke)

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Torben Waschke

Ukraine

Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

Ukraine bedeutet „Grenzland“, womit früher die Grenze zur Steppe gemeint war. In seiner modernen Deutung suggeriert der Terminus eher ein Grenzland im Sinne einer potenziellen Vermittlung zwischen Ost und West. Der osteuropäische Staat ist mit einer Fläche von 603.700 km2 das zweitgrößte Land Europas. Von West nach Ost erstreckt sich das Terrain über 1.316 km, die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt – inklusive der Krim – 893 km. Die Ukraine grenzt mit einer Gesamtlänge von rund 4.600 km an sieben Länder. Von Norden im Uhrzeigersinn betrachtet grenzt die Ukraine an Weißrussland (1.111 km), die Russischen Föderation (1.944 km), Rumänien (601 km), die Republik Moldau (1.202 km), Ungarn (128 km), der Slowakei (97 km) und Polen (535 km). Im Asowschen und im Schwarzen Meer bestehen zusätzlich mit Bulgarien, Georgien und der Türkei Seegrenzen. Neben der Küste des Schwarzen Meeres bildet der Steppenrand im Süden und die Karpaten im Westen eine weitere natürliche Grenze der Ukraine. Im Nordwesten kann das Sumpfgebiet des Prypjat in Polesien als natürliche Grenze zu Weißrussland angesehen werden. Weite Teile der Ukraine ← 591 | 592 → gehören zum Osteuropäischen Tiefland (ca. 95 %). Im Vergleich zur Osteuropäischen Tiefebene hebt sich das Karpatengebirge mit dem höchsten Berg Howerla (2.061 m ü. M.) auffällig ab. Mit einer Gesamtlänge von über 245.000 km verlaufen in der Ukraine über 70.000...

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