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Staatenlexikon Europa

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft

Edited By Andreas Dittmann and Wolfgang Gieler

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Geographie, Kultur, Politik und Wirtschaft der Staatenwelt Europas. In alphabetischer Reihenfolge – von Albanien bis Zypern – werden insgesamt 50 Staaten behandelt. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingten Prozessen. In kompakter Form werden Informationen auf aktuellem Stand über die Bedingungen und Strukturen, Interessen und Ziele der Politik der Staaten Europas untereinander und in der internationalen Arena geboten. Zielgruppen sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle politisch Interessierten. Ein Grundlagenwerk, das zur differenzierten Beurteilung Europas im Wandel beiträgt. Dabei wird der Begriff «Europa» räumlich großzügig interpretiert und auch über Ost- und Südosteuropa hinaus bis zum Kaukasus ausgedehnt.

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Weißrussland (Katharina Herborn und Torben Waschke)

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Katharina Herborn und Torben Waschke

Weißrussland

Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

Die Republik Weißrussland („Respublika Belarus“) ist ein Binnenstaat in der Osteuropäischen Ebene und wird vom Weißrussischen Höhenrücken, einer Hügelkette der eiszeitlichen Endmoräne, durchzogen. Nachdem die Sowjetunion sich im Jahr 1991 auflöste, erlangte der 207.595 km2 große Staat seine Unabhängigkeit. Die Republik teilt sich eine Grenze mit Russland im Norden und Osten und liegt aufgrund seiner räumlichen Nähe und geostrategischen Lage im russischen Einflussgebiet. Letzteres wird besonders deutlich, da die weiteren angrenzen Länder Lettland im Norden, Litauen im Nordwesten sowie Polen im Westen allesamt NATO-Mitgliedstaaten sind, deren Osterweiterung von russischer Seite stark abgelehnt wird. Die Brisanz jener Konstellation wird besonders in der im Süden angrenzenden Ukraine deutlich, wo ähnliche Voraussetzungen vorliegen.

Die Hauptstadt Minsk liegt im Zentrum des Landes, von wo der Staat autoritär gelenkt wird. Neben der ca. 1,5 Mio. Einwohner starken Hauptstadt ist das Land in sechs weitere, flächenmäßig relativ gleich große administrative Verwaltungseinheiten gegliedert. Landschaftlich unterscheiden diese sich nur wenig: Das Relief ist bedingt durch eine eiszeitliche Endmoräne flach oder hügelig. Die höchste Erhebung ist mit lediglich 345 m ü. M. die Dsjarschynskaja Hara westlich von Minsk. Das kontinentale Klima weist in östlicher Richtung eine zunehmende Ausprägung auf. In Minsk liegt die Durchschnittstemperatur zwischen Dezember und März unter dem Gefrierpunkt. Mit Nachtfrösten...

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