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Staatenlexikon Europa

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft

Edited By Andreas Dittmann and Wolfgang Gieler

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Geographie, Kultur, Politik und Wirtschaft der Staatenwelt Europas. In alphabetischer Reihenfolge – von Albanien bis Zypern – werden insgesamt 50 Staaten behandelt. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingten Prozessen. In kompakter Form werden Informationen auf aktuellem Stand über die Bedingungen und Strukturen, Interessen und Ziele der Politik der Staaten Europas untereinander und in der internationalen Arena geboten. Zielgruppen sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle politisch Interessierten. Ein Grundlagenwerk, das zur differenzierten Beurteilung Europas im Wandel beiträgt. Dabei wird der Begriff «Europa» räumlich großzügig interpretiert und auch über Ost- und Südosteuropa hinaus bis zum Kaukasus ausgedehnt.

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Europa als dynamisches Raumkonstrukt (Andreas Dittmann und Wolfgang Gieler)

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Andreas Dittmann und Wolfgang Gieler

Europa als dynamisches Raumkonstrukt

Europa-Definitionen greifen häufig zu kurz und haben lediglich Teilbereiche räumlicher oder organisatorischer Kontexte als Bezugrahmen.

Darunter finden sich Europa-Perzeptionen, die den Raum rein topographisch von Westen bis zum Ural-Gebirge bzw. zum Ural-Fluss, den Kaukasus und quer durch die Stadt Istanbul am Bosporus abgrenzen oder nur als die Europäische Gemeinschaft – mit unterschiedlichen Mitgliederzahlen oder auch einem überwiegend historisch vorgegebenen Bereich – definieren.

Das vorliegende Europa-Lexikon greift jedoch wesentlich über solche Konstrukte früherer Container-Konzepte hinaus und definiert Europa dynamisch als einen Raum fließender Grenzen, Zugehörigkeiten und wachsender Potentiale. Eine wichtige Rolle spielen dabei vor allem die räumlichen Übergänge nach Osten und Südosten. Insbesondere stehen sich bei dem vorliegenden Europa-Lexikon zugrunde liegenden Definitionen die Eigensichten und Eigenzuordnungen an den Rändern des Kulturerdteils Europa gegenüber, mit den wichtigen und vor allem zukünftige Entwicklungen vorausahnenden Perzeptionen der Selbstverortung von Ländern wie Armenien, Aserbaidschan, Georgien und der Türkei, für die weniger Fragen der politischen oder räumlichen Abgrenzung als vielmehr die potentiellen Integrations- und Kooperationsszenarien von zentraler Wichtigkeit sind. Die Konzeption des vorliegenden Bandes lädt also zu einem auf Grundlage des etablierten Status quo aufbauenden zukunftsgerichteten Blick zukünftiger Europas ein.

Vieles verweist darauf, dass der Begriff „Europa“ nicht in der geographischen Definition erschöpft sein sollte, sondern sich auch auf historische, kulturelle, politische, wirtschaftliche, rechtliche und soziale Aspekte...

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