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Diachrone Migrationslinguistik: Mehrsprachigkeit in historischen Sprachkontaktsituationen

Akten des XXXV. Romanistentages in Zürich (08. bis 12. Oktober 2017)

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Edited By Roger Schöntag and Stephanie Massicot

Der Band vereinigt Beiträge der Sektion Diachrone Migrationslinguistik: Mehrsprachigkeit in historischen Sprachkontaktsituationen des XXXV. Romanistentages zum Thema Dynamik, Begegnung, Migration. Der Fokus liegt dabei auf der Herausarbeitung von pluridimensionalen Sprachkontaktsituationen im Migrationskontext. Die bearbeiteten Zeiträume reichen dabei vom Frühmittelalter bis in die Gegenwart. Insbesondere historisch weiter zurückliegende migrationsbedingte Sprachkontaktszenarien bedürfen zu ihrer adäquaten Erfassung einer spezifischen Herangehensweise. Kernanliegen des Buches ist es deshalb, die prinzipielle Breite vielschichtiger Migrations- und Kontaktszenarien in allen Epochen der Geschichte darzustellen.

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Sabine Heinemann: Italienisch und Dialekt im Migrationskontext – zum linguistischen Status des italo-americano bzw. italo-australiano

Italienisch und Dialekt im Migrationskontext – zum linguistischen Status des italo-americano bzw. italo-australiano

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Sabine Heinemann(Graz)

Italo-americano is probably the best known ‘variety’ developed from early mass emigration of southern Italians with only dialect competence in contact with American English. For the initial period one has to take into consideration dialect levelling because of only poor Italian and English skills of the emigrants and their – unconscious – aim to reach a supralocal communication within the Italian community alongside with italo-americano which indeed is not only used for the communication with the English speaking community. The essay wants to highlight the specific linguistic continua and the respective competence of the single generations (immigrants and following generations) and especially the problematic linguistic description of idioms such as italo-americano or the structurally similar italo-australiano.

Seit der nationalen Einheit Italiens bis in die 80er Jahre des 20. Jh. emigrieren über 25 Millionen Italiener, in der Frühphase in der Regel nicht alphabetisierte Dialektsprecher. Viele von ihnen wandern ins englischsprachige Ausland aus, vornehmlich in die USA. Gerade für die Anfangsphase ist aufgrund der fehlenden oder nur rudimentären Italienisch- wie Englischkompetenz der Emigranten einerseits von einer Dialektnivellierung auszugehen, um eine supralokale Verständigung zu gewährleisten. Andererseits kommt diese Funktion, nicht nur im Kontakt mit Englischsprechern, sondern auch innerhalb der italienischen Sprechergemeinschaft, auch dem italo-americano zu, einem strukturell als Italienisch beschreibbaren Idiom mit einer Großzahl lexikalischer Übernahmen aus dem Englischen, das bereits mit der zweiten Generation stückweise zugunsten der Zielsprache Englisch aufgegeben wird. Der Beitrag soll neben einigen Anmerkungen zur emigrazione storica...

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