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Grenzen des Wachstums

Eine Annäherung in 16 Essays

Edited By Andreas Koch and Martina Winkler

Die aktuellen Debatten zeigen, wie schwierig es ist, Grenzen zu ziehen und Grenzwerte festzulegen. Ohne Grenzen jedoch, fehlen uns Orientierung und Positionierung. Viele Grenzen unseres alltäglichen Lebens sind nicht von Natur aus vorgegeben, sie unterliegen vielmehr einem aktiven und partizipativen Aushandlungsprozess. Die Schwierigkeit der Grenzziehung zeigt sich vor allem beim Begriff des Wachstums. Der vorliegende Band nimmt sich der Herausforderung an, Grenzen des Wachstums in den Bereichen Ökonomie, Medien, Kommunikation, Migration und Gesellschaft in essayistischer Weise aufzuzeigen.

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Josef Trappel: Grenzenlose öffentliche Kommunikation – oder doch nicht? Medienökonomische und medienpolitische Annäherungen

Grenzenlose öffentliche Kommunikation –

oder doch nicht?

Medienökonomische und medienpolitische

Annäherungen

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Josef Trappel

Abstract: Online media, with its global accessibility, cost-efficiency, and bidirectional communication has outperformed traditional mass-media to some degree, though not substituted. While public communication appears to be technologically and spatially boundless, new media-political challenges claim for new legal and ethical limitations to preserve the public arena of social interaction.

Keywords: access to information, communication infrastructure, social media

Der Titel der Ringvorlesung „Grenzen des Wachstums“ beschreibt treffend den Tenor der aktuellen Debatte über die Massenmedien. In mancherlei Hinsicht erreichen Massenmedien ihre Grenzen: Das Fernsehen kann kaum noch neue Zuschauerinnen und Zuschauer dazugewinnen, die Tageszeitungen und die meisten Zeitschriften verkaufen seit über zehn Jahren ständig weniger Exemplare und das Radio kann die nachwachsende Generation nur noch als Begleiterscheinung zu einem uferlosen Angebot an Musikunterhaltung im Internet erreichen. Mit der Publikumsnutzung gehen die ökonomischen Erträge Hand in Hand. Das Geschäft mit den klassischen Medien ist entweder bereits defizitär oder weit von jenen Zeiten entfernt, die über Jahrzehnte hinweg das Mediengeschäft ökonomisch so attraktiv gemacht haben. Die Grenzen des Wachstums sind für diese Medien zweifellos in Sicht, bereits erreicht oder schon überschritten.

Doch dieser Stagnation stehen auch Bereiche der öffentlichen Kommunikation mit robustem Wachstum gegenüber. An vorderster Stelle stehen die so genannten Sozialen Netzwerke wie Facebook, WhatsApp und Instagram. Für die deutschsprachigen Länder liegen keine exakten Nutzungsdaten dazu vor, aktuellen Survey-Befragungen ist zu entnehmen, dass für etwa die Hälfte der Bevölkerung in...

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