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Grenzen des Wachstums

Eine Annäherung in 16 Essays

Edited By Andreas Koch and Martina Winkler

Die aktuellen Debatten zeigen, wie schwierig es ist, Grenzen zu ziehen und Grenzwerte festzulegen. Ohne Grenzen jedoch, fehlen uns Orientierung und Positionierung. Viele Grenzen unseres alltäglichen Lebens sind nicht von Natur aus vorgegeben, sie unterliegen vielmehr einem aktiven und partizipativen Aushandlungsprozess. Die Schwierigkeit der Grenzziehung zeigt sich vor allem beim Begriff des Wachstums. Der vorliegende Band nimmt sich der Herausforderung an, Grenzen des Wachstums in den Bereichen Ökonomie, Medien, Kommunikation, Migration und Gesellschaft in essayistischer Weise aufzuzeigen.

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Andreas Koch: Grenzen sozialer Ungleichheit

Grenzen sozialer Ungleichheit

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Andreas Koch

Abstract: Social inequality cannot be solved by promoting „everyone should have the same“ but perhaps by arguing „everyone should have enough“. The challenge is to agree upon a common understanding of „enough“ that considers social and spatial variations in search of a decent life and a wealthy society.

Keywords: reallocation, statistical approaches, variation, basic income

„Heute ist die gute alte Zeit von morgen“ (Karl Valentin)

Die weltweite Ungleichheit unter den Menschen hat mittlerweile ein empörendes und durch kein vernünftiges Argument zu rechtfertigendes Ausmaß erreicht. Nach einer Studie von Oxfam (2017) besitzen die reichsten acht Menschen ein Vermögen, das so groß ist wie jenes der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung. Auch wenn es sich hier um eine ungenaue Schätzung handelt, so lässt auch ein ungefähres Ausmaß an sozialer Ungleichheit doch keinen anderen Schluss zu, als den, dieser Entwicklung von Kapitalkonzentration, von ökonomischer – und damit politischer und gesellschaftlicher – Macht Einhalt zu gebieten.

Soziale Ungleichheit an Einkommen und Vermögen ist nicht allein im globalen Vergleichsmaßstab zu bekämpfen und betrifft nicht allein die armen und ärmsten Regionen der Welt. Auch in wohlhabenden Gesellschaften wie der österreichischen sind Einkommen und Vermögen sehr ungleich verteilt, wie die österreichische Armutskonferenz (2015) konstatiert: „So verfügt die gesamte untere Hälfte der Haushalte über rund 4% des gesamten Bruttovermögens. Die obere Mitte (30% der Haushalte) hält rund 22% des gesamten Bruttovermögens, die...

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