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Rumäniendeutsche Seinszusammenhänge und weitläufigere Bezüge

Literarische Kommunikation in der deutschsprachigen Literatur Rumäniens - das Fallbeispiel Joachim Wittstock

Edited By Maria Sass, Olivia Spiridon and Stefan Sienerth

Dieser Band beleuchtet am Einzelbeispiel des in Hermannstadt/Sibiu lebenden Schriftstellers Joachim Wittstock größere Zusammenhänge der deutschen Minderheitenliteratur in Rumänien. Einblicke in biografische Episoden, persönliche Erinnerungen an den Autor und Analysen seines Werkes wie des sozio-kulturellen Umfeldes bestimmen die thematische Breite dieser Veröffentlichung. Literaturwissenschaftler aus Deutschland und Rumänien, darunter viele Weggefährten und Freunde Joachim Wittstocks, nehmen den 80. Geburtstag des Schriftstellers und Literaturhistorikers zum Anlass, ein erhellendes Licht auf sein Werk und auf den deutschen Literaturbetrieb in Rumänien in den 1970er und 1980er Jahren zu werfen. Sie zeigen Möglichkeiten und Mechanismen auf, wie eine Minderheitenliteratur in einer der repressivsten kommunistischen Diktaturen Osteuropas unter schweren Bedingungen fortbestehen und grenzübergreifende literarische Netzwerke aufrechterhalten konnte. Und nicht zuletzt schildern sie, unter welchen Bedingungen ihre Akteure lebten, schrieben, miteinander kommunizierten und dem Druck der Zensur Widerstand leisteten.

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Markus Fischer (Bukarest): Barockfiktion als Gegenwartskommentar – Joachim Wittstocks Erzählung Herr Gryphius und der gefangene Dichter. Phantasie über den geringen Beistand

Barockfiktion als Gegenwartskommentar –

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Markus Fischer (Bukarest)

Joachim Wittstocks Erzählung Herr Gryphius und dergefangene Dichter

Phantasie über den geringen Beistand

Abstract: The present paper deals with Joachim Wittstock’s story Herr Gryphius und der gefangene Dichter. Phantasie über den geringen Beistand, published in Bucharest in 1994. The paper studies on the basis of a thorough structural analysis of this particular narrative the fictional connection between baroque history and contemporary presence in a detailed comparison between the two protagonists of Wittstock’s story, Andreas Gryphius and Guido Farbe, as well as between their respective historical spaces of reference: the city of Głogów during Silesian Baroque and the Peoples’s Republic of Romania during the well-known trial against German writers in Braşov in 1959. Questions concerning the political attitude and position of the poet in times of persecution are dealt with in this paper as well as questions of collegial solidarity and the freedom of the artist.

Keywords: Joachim Wittstock, Andreas Gryphius, baroque period, trial against German writers in Braşov in 1959

In seiner 1979 erschienenen Erzählung Das Treffen in Telgte bedient sich Günter Grass der literaturgeschichtlichen Epoche des Barock, um dem deutschen Schriftstellerforum der Gruppe 47 ein schlüsselliterarisches Denkmal zu setzen. Das dem Initiator, Organisator und Spiritus Rector der Gruppe 47, Hans Werner Richter, zu dessen siebzigstem Geburtstag gewidmete Buch von Günter Grass versetzt die Gründung des deutschsprachigen Schriftstellerforums, das von 1947 bis 1967 durch zahlreiche Tagungen den...

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