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Rumäniendeutsche Seinszusammenhänge und weitläufigere Bezüge

Literarische Kommunikation in der deutschsprachigen Literatur Rumäniens - das Fallbeispiel Joachim Wittstock

Edited By Maria Sass, Olivia Spiridon and Stefan Sienerth

Dieser Band beleuchtet am Einzelbeispiel des in Hermannstadt/Sibiu lebenden Schriftstellers Joachim Wittstock größere Zusammenhänge der deutschen Minderheitenliteratur in Rumänien. Einblicke in biografische Episoden, persönliche Erinnerungen an den Autor und Analysen seines Werkes wie des sozio-kulturellen Umfeldes bestimmen die thematische Breite dieser Veröffentlichung. Literaturwissenschaftler aus Deutschland und Rumänien, darunter viele Weggefährten und Freunde Joachim Wittstocks, nehmen den 80. Geburtstag des Schriftstellers und Literaturhistorikers zum Anlass, ein erhellendes Licht auf sein Werk und auf den deutschen Literaturbetrieb in Rumänien in den 1970er und 1980er Jahren zu werfen. Sie zeigen Möglichkeiten und Mechanismen auf, wie eine Minderheitenliteratur in einer der repressivsten kommunistischen Diktaturen Osteuropas unter schweren Bedingungen fortbestehen und grenzübergreifende literarische Netzwerke aufrechterhalten konnte. Und nicht zuletzt schildern sie, unter welchen Bedingungen ihre Akteure lebten, schrieben, miteinander kommunizierten und dem Druck der Zensur Widerstand leisteten.

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Sigurd Paul Scheichl (Innsbruck): Drei Aphorismen von Franz Hodjak

Drei Aphorismen von Franz Hodjak

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Sigurd Paul Scheichl (Innsbruck)

Abstract: Hodjak is one of the few modern authors who still write aphorisms. One finds them in both a book published in Romania and a volume that appeared in Germany. Three aphorisms are analysed in view of general aspects of the genre. Hodjak uses several techniques common in aphorisms: puns, intertextuality, sound. The old genre proves to be valid for an on point reaction to the problems of our time.

Keyword: Franz Hodjak, aphorisms, few modern authors, old genre

Der Schwerpunkt von Franz Hodjaks Werk liegt auf seiner – übrigens nicht selten epigrammatischen und damit aphorismusnahen – Lyrik und auf seiner erzählenden Prosa. Er ist heute aber auch einer der wenigen deutschen Autoren, die das als elitär geltende Genre des Aphorismus pflegen. Noch in Rumänien ist 1992 Sonderangebot1 erschienen, seine letzte Veröffentlichung im Land seiner Herkunft, die, neben anderen Texten, auch Aphorismen enthält. Der umfangreiche Untertitel Eintragungen. Geschichten um Stanislaus. François de Montcorbier. Reisegedichte. Fragmente kündigt sie freilich nicht an, allerdings ist sowohl ‚Eintragung‘ als auch ‚Fragment‘ ein potenzielles Synonym für ‚Aphorismus‘. Der 2006 in der Bundesrepublik Deutschland veröffentlichte Band Was wäre schon ein Unglück ohne Worte2 führt die Gattungsbezeichnung im Untertitel: Aphorismen. Notate. In dem Buch haben übrigens einige Aphorismen von 1992 wieder Aufnahme gefunden.

Hier wird es nicht um eine Beschreibung der beiden Bücher oder ihres Verhältnisses zueinander gehen. Vielmehr greife ich isolierend drei...

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