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Bildnis der Arbeit

Emotionen, Werte und Einstellungen zur Integration: Eine Mixed Methods-Untersuchung zur Repräsentation und Wahrnehmung des visuellen Arbeitsmarktdiskurses in österreichischen Medien

Andreas Schulz

Die Themen ‚Flucht und Asyl‘ dominieren seit dem langen Sommer der Migration 2015 die Nachrichtenagenda. Neben den stereotypisierten entmenschlichenden Massendarstellungen der frühen visuellen Berichterstattungen ist von besonderem Interesse, inwiefern Geflüchtete im Zuge der Arbeitsmarktintegration 2015 bis 2018 dargestellt werden. Anhand eines Mixed Methods Designs, einer visuellen Diskursanalyse und einem Online-Experiment, sollen idealtypische Repräsentationen extrahiert und die emotionalen Wirkungen auf die Mediennutzer*innen untersucht werden. Es wird deutlich, dass vor allem anzugtragende, weiße und männliche Politiker den Diskurs dominieren. Soziodemografische Aspekte haben keinen signifikanten Einfluss auf die Wahrnehmung von Integrationsmaßnahmen auf dem Arbeitsmarkt, wohingegen der Kontakt mit Flüchtlingen eine negative Wirkung hat.

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II THEORIEN und HYPOTHESEN

II THEORIEN und HYPOTHESEN

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Als ein interdisziplinäres Forschungsvorhaben werden Theorien und Methoden der Soziologie und Sprachwissenschaft, als auch Hypothesen und Konzepte aus der Sozialpsychologie und Kommunikationswissenschaft miteinbezogen. Da es sich um ein aufeinander bezogenes Portfolio an Theorien und Konzepten handelt, kann dies als ein komplexes Forschungsdesign verstanden werden. Zunächst werden Aspekte der Medienwirkungsforschung erläutert, da sich das primäre Forschungsinteresse auf die Wirkung von Medieninhalten bezieht (Abschnitt 2.1). Im Anschluss wird definiert, was unter nonverbaler und visueller Kommunikation verstanden wird (Abschnitt 2.2), da diese Ausführungen grundlegend für die weiteren theoretischen und methodologischen Darlegungen sind. Daran anschließend werden für diese Arbeit relevante theoretische Grundlagen zur Werte- und Emotionsbildung (Abschnitt 2.3) vorgestellt. Darauf folgend soll bestimmt werden, was in dieser Arbeit unter dem Begriff der Integration verstanden wird und welche Bedeutung die Kontakthypothese nach Gordon W. Allport für diese Forschung hat (Abschnitt 2.4). In Abschnitt 2.5 sollen die Konzepte in einem theoretischen Framework zusammengefasst werden. Hier wird ein Framework vorgestellt, in dem zum einen ein Fokus auf die kommunikative Phase gesetzt wird (2.2) und zum anderen die damit einhergehenden emotionalen Effekte (Affekt) (2.3) sowie die postkommunikative Phase zu den (vermeintlich) nichtintendierten Makroeffekten (2.4) inkludiert.

Die Wirkungsforschung konzentriert sich auf die intendierte, kurzfristige Beeinflussung von Meinungen und Einstellungen von Personen durch eine persuasive Medienbotschaft (vgl. Bonfadelli 2004: 15). Sie folgt zumeist einem „Unterschieds- beziehungsweise einem Veränderungsparadigma“ (Trepte 2013: 89). Der Medienwirkungsforschung geht es darum, bestimmte Medieneinflüsse zu bestimmen und von anderen Einflussfaktoren zu unterscheiden und...

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