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Bildnis der Arbeit

Emotionen, Werte und Einstellungen zur Integration: Eine Mixed Methods-Untersuchung zur Repräsentation und Wahrnehmung des visuellen Arbeitsmarktdiskurses in österreichischen Medien

Andreas Schulz

Die Themen ‚Flucht und Asyl‘ dominieren seit dem langen Sommer der Migration 2015 die Nachrichtenagenda. Neben den stereotypisierten entmenschlichenden Massendarstellungen der frühen visuellen Berichterstattungen ist von besonderem Interesse, inwiefern Geflüchtete im Zuge der Arbeitsmarktintegration 2015 bis 2018 dargestellt werden. Anhand eines Mixed Methods Designs, einer visuellen Diskursanalyse und einem Online-Experiment, sollen idealtypische Repräsentationen extrahiert und die emotionalen Wirkungen auf die Mediennutzer*innen untersucht werden. Es wird deutlich, dass vor allem anzugtragende, weiße und männliche Politiker den Diskurs dominieren. Soziodemografische Aspekte haben keinen signifikanten Einfluss auf die Wahrnehmung von Integrationsmaßnahmen auf dem Arbeitsmarkt, wohingegen der Kontakt mit Flüchtlingen eine negative Wirkung hat.

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VII FAZIT und REFLEXION

VII FAZIT und REFLEXION

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Ziel dieser Studie war es, die emotionalen Reaktionen von Mediennutzer*innen anhand des emotional aufgeladenen Themas der Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen zu ermitteln. Hierfür wurden in einem ersten Schritt wesentliche Schlüsselergebnisse der rezenten Fluchtmigration für die Integration in die österreichische Gesellschaft identifiziert, um auf Grundlage dieser Selektion eine Stichprobe aus einflussstarken österreichischen Verbreitungsmedien für diese Zeiträume zu ziehen und idealtypische visuelle Repräsentationen des Themas a) zu identifizieren und b) die visuellen Diskursverläufe mithilfe einer reduzierten und konfigurierten visuellen WDA (frei nach Reiner Keller) zu analysieren. Ziel war es neben der Identifikation der Idealbilder Medienframes zu extrahieren, welche in einer zweiten Forschungsphase auf ihre emotionalen Effektstärken bei Medienrezipient*innen getestet werden können. Mit den fünf Bildtypen des Politikers, des AMS-Logos, der Info-Grafik und dem Kopftuch wurden verschiedene Medienframes bedient, wie den der Integration, der Expertise für Österreich, Islam(ismus) und „Die Anderen“, Versachlichung und der Kosten/Herausforderung der Integration. Um die vier W-Fragen der Wirkungsforschung (vgl. 2.1) heranzuziehen, kann gesagt werden, dass erwartungsmäßig der Frame Islamismus und „Die Anderen“ eine stärkere emotionale Reaktion (positiv und negativ) provoziert als beispielsweise der Frame der Expertise für Österreich. Wie allerdings in den Schlussbetrachtungen der Ergebnisse reflexiv angemerkt wurde, kann es sich hierbei nicht um mono-kausale Zusammenhänge, sondern eher um Felder komplexer Wechselwirkungen mit dem Stimulus-Material an sich handeln (vgl. Schweiger 2013: 27). Zudem wurde nur ein Medium (der journalistisch-lineare Artikel) isoliert betrachtet, während Einflüsse der gesamten Medienkonstellation nicht...

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