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Die Sprache der Börsenmagazine

Eine pragmalinguistische Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Textsorte der Investmentempfehlung

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Daniela Puato

Börsenmagazine richten sich an ein heterogenes Publikum aus professionellen Akteuren und Privatanlegern und befinden sich an der Schnittstelle von Fach- und Pressesprache. Sie verfolgen verschiedene pragmatische Zielsetzungen, sowohl adressaten- als auch sprecherzentriert: Inhalte vermitteln und präsentieren, eine Beziehung zum Leser aufbauen, redaktionelle Eigeninteressen wahren. In pragmalinguistischer Perspektive befasst sich die Studie mit Lexik, Morphosyntax und Textstruktur der deutschen Börsenmagazine. Besonderes Augenmerk richtet sich auf die zentrale Textsorte der Investmentempfehlung. Auf der Grundlage eines 3.500 Texte umfassenden Korpus wird untersucht, wie die Handlungsanweisung («Kaufen», «Verkaufen», «Halten») sprachlich formuliert, begründet und eingeschränkt wird.

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6. Die Investmentempfehlung in ausgewählten Börsenmagazinen (I): eine quantitative Korpusanalyse

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In diesem Kapitel wird das Korpus der vorliegenden pragmalinguistischen Untersuchung der Investmentempfehlung vorgestellt und quantitativ ausgewertet. Das Korpus besteht aus den drei wichtigsten wöchentlich erscheinenden deutschen Börsenmagazine Börse Online, Der Aktionär und Focus Money. Wir werden zunächst die Zusammensetzung des Korpus kurz umreißen (6.1), dann das Korpus magazinübergreifend quantitativ auswerten (6.2). Nach einer detaillierten Einzelwertung für jedes Magazin (6.3) folgt eine zusammenfassende Gegenüberstellung (6.4).

6.1. Zusammensetzung des Korpus

Börse Online, Der Aktionär und Focus Money sind nicht nur die drei herausragenden Börsenmagazine (vgl. oben 1.2.). Es sind zugleich die drei Zeitschriften, die jeweils die größte Anzahl und Typologie von Investmentempfehlungen enthalten. Es finden sich explizite (Kauf)Empfehlungen wie ergebnisoffene Empfehlungen, Aktienempfehlungen wie Anleihe-, Fonds- und Derivatempfehlungen, Einzel- wie Kollektivempfehlungen, Kurz- wie Langempfehlungen, rubrikinterne wie rubrikexterne Empfehlungen.1

Es wurden insgesamt 75 Hefte aus dem Zeitraum 2015 bis 2019 untersucht, je 25 pro Börsenmagazin:

Börse Online

1/2015, 2/2015, 14/2015, 15/2015, 26/2015

1/2016, 13/2016, 23/2016, 40/2016

16/2017, 33/2017, 51-52/2017

1/2018, 7/2018, 8/2018, 21/2018, 31/2018, 41/2018, 46/2018, 51-52/2018

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