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Besonderheiten im sozialen Verhalten und emotionalen Erleben bei Lernenden mit Störungen des Lesens / Rechtschreibens

Analyse relevanter Faktoren aus Elternperspektive als Planungsgrundlage für Interventionsansätze

Yannic Wiegold

Probleme im Rechtschreiben gehen häufig einher mit Auffälligkeiten im Verhalten von Kindern und Jugendlichen, wie zum Beispiel Aufmerksamkeitsproblemen, Hausaufgabenkonflikten, depressiven Verstimmungen oder aggressiven Verhaltensweisen. In dieser Untersuchung wurden die Eltern von Lernenden mit Rechtschreibproblemen nach deren Verhalten befragt. Als Fragebögen wurden die Strengths and Difficulties Questionnaire (SDQ) und die Deutsche Schulalter-Formen der Child Behavior Checklist eingesetzt. Aus den beschriebenen Auffälligkeiten leitet der Autor Interventionspunkte ab.

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5 Forschungsergebnisse zu Lese- und Rechtschreibstörungen und Komorbiditäten

5 Forschungsergebnisse zu Lese- und Rechtschreibstörungen und Komorbiditäten

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In diesem Kapitel wird näher auf den Zusammenhang von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten eingegangen sowie verschiedene Forschungsergebnisse skizziert. Davon ausgehend werden Untersuchungshypothesen abgeleitet.

Bei der Beschreibung und späteren Interpretation von Komorbiditäten ist es von Bedeutung zu formulieren, dass es verschiedene Formen von Komorbiditäten gibt. So gibt Ehlert (2016) beispielsweise an, dass es bei psychischen Störungen und einer körperlichen Erkrankung alleine sieben verschiedene Möglichkeiten gibt, wie diese komorbide auftreten können (ebda., S. 102):

– Psychische Störung als Folge einer körperlichen Erkrankung

– Psychische Störung als eine Nebenwirkung der Therapie einer körperlichen Erkrankung

– Psychische Störung als Bestandteil einer körperlichen Erkrankung

– Körperliche Erkrankung als Folge einer Therapie der psychischen Erkrankung

– Körperliche Erkrankung als Bestandteil einer psychischen Erkrankung

– Zwei voneinander unabhängige Erkrankungen.

Hiermit soll verdeutlicht werden, dass nicht von einer kausalen Richtung bei der Angabe von möglichen Komorbiditäten ausgegangen werden kann, keine Rückschlüsse auf die Ausbildung gezogen werden können sowie nicht darauf geschlossen werden kann, welche Störung zuerst vorgelegen hat.

Zwischen Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten sowie emotionalen-, und Verhaltensauffälligkeiten besteht scheinbar ein Zusammenhang. Dies zeigen einerseits die Beobachtungen und Erfahrungen aus der Praxis, andererseits aber auch verschiedene Forschungsergebnisse aus letzten Jahrzenten.

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