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Besonderheiten im sozialen Verhalten und emotionalen Erleben bei Lernenden mit Störungen des Lesens / Rechtschreibens

Analyse relevanter Faktoren aus Elternperspektive als Planungsgrundlage für Interventionsansätze

Yannic Wiegold

Probleme im Rechtschreiben gehen häufig einher mit Auffälligkeiten im Verhalten von Kindern und Jugendlichen, wie zum Beispiel Aufmerksamkeitsproblemen, Hausaufgabenkonflikten, depressiven Verstimmungen oder aggressiven Verhaltensweisen. In dieser Untersuchung wurden die Eltern von Lernenden mit Rechtschreibproblemen nach deren Verhalten befragt. Als Fragebögen wurden die Strengths and Difficulties Questionnaire (SDQ) und die Deutsche Schulalter-Formen der Child Behavior Checklist eingesetzt. Aus den beschriebenen Auffälligkeiten leitet der Autor Interventionspunkte ab.

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6 Untersuchungsmethodik

6 Untersuchungsmethodik

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Psychische Störungen zu diagnostizieren ist seit Jahrzehnten der Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Bemühungen (vgl. Döpfner & Petermann, 2012). Allerdings hat sich ebendiese in den letzten zwanzig Jahren erheblich verändert (vgl. Döpfner, Plück & Kinnen, 2014).

Die klassischen klinischen Klassifikationssysteme (ICD-10) und das DSM-IV und ihre Neufassungen DSM-5 und das in der Entwicklung befindende ICD-11 sind kategorial konzipiert (vgl. ebda.).

Psychische Störungen werden allerdings nach dimensionalen Kategorien diagnostiziert.

Die kategoriale Diagnostik sieht psychische Störungen als klar voneinander abgrenzbare und unterscheidbare Krankheits- und Störungseinheiten. Für die genaue Bestimmung sind dabei bestimmte Kriterien bzw. Grenzwerte, um Individuen bestimmten diskreten Diagnoseklassen zuordnen zu können, vonnöten (vgl. ebda.). Zur Verfügung stehen für ebendiese Diagnostik u. a. halbstandardisierte Interviews oder halbstrukturierte Checklisten.

Die dimensionale Diagnostik geht hingegen von der Annahme aus, dass sich psychische Störungen nicht nur an Hand kontinuierlich verteilter Merkmale erklären lassen können, sondern an Hand von Dimensionen beschrieben werden müssen (vgl. ebda.). Grundlage sind dabei empirisch gewonnene Daten, die durch multivariante Verfahren mittels Faktorenanalyse gewonnen werden können. Die Verhaltens- bzw. Psychodiagnostik kann also als multimodal bezeichnet werden, da verschiedene Ebenen mit einbezogen werden (vgl. ebda.).

Für eine vollständige Diagnostik ist es wichtig, verschiedene Urteile einzuholen, so postulieren die Autoren Folgende als notwendig:

– Klinisches Urteil,

– Elternurteil,

– Urteil der Erzieherinnen und Erzieher,

– Urteil der Lehrerinnen und Lehrer,...

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