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Germanistik für den Beruf

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Edited By Ulrike Haß, Vaiva Žeimantienė and Eglė Kontutytė

Der Sammelband zeigt am Beispiel des Baltikums, welche Karriere-Möglichkeiten in einem nicht-deutschsprachigen Land ein Germanistikstudium eröffnen kann. Es wird beschrieben, welche Schlüsselqualifikationen die Berufe rund um die Germanistik in der modernen Arbeitswelt benötigen. Die Publikation richtet sich in erster Linie an Germanisten und Germanistinnen in allen Ländern, in denen germanistische Studienprogramme angeboten werden, aber auch an Fachleute aller anderen Fremdsprachenphilologien. Die Erfahrungen aus den drei baltischen Ländern (Estland, Lettland und Litauen) können als Impuls dienen, die eigenen Curricula und Möglichkeiten neu zu reflektieren und wenn nötig zu bewerten. Außerdem wird ein Dialog mit der Germanistik in den deutschsprachigen Ländern angestrebt, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklungen in der heutigen globalen und digitalen Welt und die sich wandelnde Situation linguistischer Berufe früher und heute.

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Angewandte Gesprächsforschung und Berufsorientierung (Patrick Voßkamp)

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Patrick Voßkamp (Universität Duisburg-Essen)

Zusammenfassung Der vorliegende Aufsatz stellt die Angewandte Gesprächsforschung vor. Als Teildisziplin der Angewandten Linguistik ist es deren Anliegen, mündliche Kommunikation und Interaktion zu beobachten, zu interpretieren und kommunikative Prozesse zu rekonstruieren. Darüber hinaus ist es das Ziel, bei identifizierten kommunikativen Problemen empirisch fundierte Fortbildungskonzepte zu entwickeln und so Handlungsempfehlungen in die kommunikative Praxis zurückzugeben.

Durch kurze Beispielanalysen wird im Folgenden die spezifische Arbeitsweise der Gesprächsforschung illustriert. Dabei muss auch ein grundsätzliches Missverhältnis angesprochen werden: Denn obwohl die Angewandte Gesprächsforschung über enormes Knowhow bei der wissenschaftlichen Analyse und Interpretation von mündlicher Kommunikation verfügt, korrespondiert diese Leistungsfähigkeit und Expertise nicht mit dem Bekanntheitsgrad in der (außeruniversitären) Öffentlichkeit. Gerade in Zeiten, in denen mündliche kommunikative Fähigkeiten zu den Basisqualifikationen zählen, muss dies verwundern. Somit tritt uns die Angewandte Gesprächsforschung als ein theoretisches Arbeitsfeld für Absolventen eines Germanistikstudiums entgegen, die als Experten für mündliche Kommunikation prädestiniert wären, Fortbildungen im Bereich mündlicher Kommunikation zu konzipieren und durchzuführen. Jedoch wird ausgerechnet dieses (potentielle) Arbeitsfeld von anderen Disziplinen dominiert. Wie dieser Umstand erklärt werden kann und wie die Angewandte Gesprächsforschung stärker in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gelangen könnte, ist Gegenstand abschließender Überlegungen.

Abstract This paper offers an introduction to applied conversational research. As a subdiscipline of applied linguistics it is concerned with the observation and...

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