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Germanistik für den Beruf

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Edited By Ulrike Haß, Vaiva Žeimantienė and Eglė Kontutytė

Der Sammelband zeigt am Beispiel des Baltikums, welche Karriere-Möglichkeiten in einem nicht-deutschsprachigen Land ein Germanistikstudium eröffnen kann. Es wird beschrieben, welche Schlüsselqualifikationen die Berufe rund um die Germanistik in der modernen Arbeitswelt benötigen. Die Publikation richtet sich in erster Linie an Germanisten und Germanistinnen in allen Ländern, in denen germanistische Studienprogramme angeboten werden, aber auch an Fachleute aller anderen Fremdsprachenphilologien. Die Erfahrungen aus den drei baltischen Ländern (Estland, Lettland und Litauen) können als Impuls dienen, die eigenen Curricula und Möglichkeiten neu zu reflektieren und wenn nötig zu bewerten. Außerdem wird ein Dialog mit der Germanistik in den deutschsprachigen Ländern angestrebt, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklungen in der heutigen globalen und digitalen Welt und die sich wandelnde Situation linguistischer Berufe früher und heute.

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Berufsbezogenheit in aktualisierten Curricula der Germanistik an der Universität Tallinn (Merle Jung)

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Merle Jung (Universität Tallinn)

Zusammenfassung An der Universität Tallinn bzw. im früheren Pädagogischen Institut Tallinn werden seit 1947 Deutschlehrende ausgebildet. Diese lange Tradition hat sich bis heute erhalten, die Lehrpläne und Curricula sind seit dieser Zeit mehrfach überarbeitet, verändert und ergänzt worden. Die größte Reform der Curricula des 21. Jahrhunderts wurde durch den Bologna-Prozess bedingt. Das Ergebnis war der Übergang auf dreijährige Bachelor- und zweijährige Masterstudiengänge im Jahr 2005. Die letzte Aktualisierung der Curricula der Germanistik fand 2016 statt, der Hauptgrund dafür waren die immer geringer werdenden Studierendenzahlen.

Was macht ein Germanistik-Curriculum für Studierende attraktiv? Was erwarten sie vom Studium und inwieweit werden ihre Erwartungen erfüllt? Welche Rolle spielt die Berufsbezogenheit des Curriculums für Studierende? Diese Fragen sind bei der Curriculumentwicklung von großer Bedeutung. Einerseits soll ein Hochschulcurriculum die Studierenden auf den Erwerb der Schlüsselkompetenzen für lebensbegleitendes Lernen vorbereiten (vgl. Amtsblatt der Europäischen Union: Empfehlung des Europäischen Parlaments und des Rates, Web) und ihnen genügend Möglichkeiten für die Erweiterung ihres geistigen Horizonts bieten, andererseits aber auch ausreichend Praxisrelevanz schaffen, denn „neben dem erforderlichen Berufswissen, das zu eruieren ist, geht es insbesondere um die Berufsfähigkeit oder Berufskompetenz, auch wenn eine spezifische Beruflichkeit nicht festgeschrieben ist“ (Pahl 2012: 547).

Im vorliegenden Beitrag werden die aktuellen Bachelor- und Mastercurricula der Germanistik der Universität Tallinn aus der Perspektive der Berufsbezogenheit kritisch gesichtet und...

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