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Text- und Diskurswelten in der massenmedialen Kommunikation

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Edited By Marek Cieszkowski and Janusz Pociask

Der mit der Digitalisierung der Kommunikation einhergehende Wandel von Kommunikations- und Medienkulturen beeinflusst die Produktionsbedingungen und den Rezeptionsrahmen von Texten sowie kommunikative Praktiken und kommunikatives Handeln. Um kommunikative Praktiken zu vollziehen und kommunikatives Handeln möglichst effektiv zu gestalten, entstehen vielfältige diskursive Kommunikationsräume, in denen mediale Akteure zu verschiedenen Zwecken miteinander agieren. Mit der Verlagerung der kommunikativen Praktiken in die digitale Welt kommt es zur Verlinkung von Texten zu Diskursen, die multisemiotisch und multimedial geprägt und auf Interaktion ausgerichtet sind. Dieses Buch ist solchen diversen textuellen und diskursiven Erscheinungsformen der massenmedialen Kommunikation gewidmet, die auf der Grundlage erschlossener Textkorpora interdisziplinär untersucht werden. Gegenstand der breit gefächerten Diskussion sind hier einzelne Texte und zusammenhängende Textformate in verschiedenen Medien sowie diskursiv organisierte Textwelten diverser multimodaler und -medialer Ausgestaltung.

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Einführende Bemerkungen zu Text- und Diskurswelten (Marek Cieszkowski / Janusz Pociask)

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Marek Cieszkowski und Janusz Pociask

Der 2. Band der Reihe Studien zur Medien- und Kulturlinguistik ist diversen Erscheinungsformen der massenmedialen Kommunikation gewidmet, die auf der Grundlage erschlossener Textkorpora diskursiv und interdisziplinär untersucht werden.

Mit massenmedialer Kommunikation werden jene Kommunikationsformen thematisiert, bei denen Formate unterschiedlichster Ausprägung, Inhalte und Funktionen öffentlich durch Massenmedien „indirekt (also bei räumlicher oder zeitlicher oder raumzeitlicher Distanz zwischen den Kommunikationspartnern) und einseitig (also ohne Rollenwechsel zwischen Aussagendem und Aufnehmenden) an ein disperses Publikum“ (Maletzke 1963: 32) weitergegeben werden. An die Idee der so verstandenen Massenmedialität geknüpft haben wir eine breit gefächerte Diskussion arrangiert, deren Untersuchungsgegenstand – global gesehen – einzelne Texte als Realisierungen von Textmustern sowie zusammenhängende Textformate in verschiedenen Medien sind.

Seit dem iconic turn ist die linguistische Forschung nicht mehr „blind“ für andere Modi, die der Sprache Ko- und Kontext geben und mit ihr in einer semantischen und funktional-stilistischen Verknüpfung Texte konstituieren. In den Medien werden „musterhafte und Textsorten prägende multimodale Verknüpfungen“ (Klug/Stöckl 2016: VII) initiiert, die je nach Textformat sehr unterschiedlich sind. Die Formen dieser multimodalen Verknüpfungen können ebenfalls stark variieren, wenn Texte von einem in ein anderes Medium wechseln (Bucher/Gloning/Lehnen 2010). Die technisch-technologischen Ressourcen und die damit einhergehende Digitalisierung der Kommunikation von heute beeinflussen nicht nur die Produktionsbedingungen und Rezeptionsrahmen von Texten, sondern auch kommunikative Praktiken und kommunikatives Handeln. Folglich entstehen vielfältige diskursive Kommunikationsräume, in denen mediale Akteure zu verschiedenen Zwecken miteinander agieren...

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