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Untersuchungen zum Urslavischen: Einleitende Kapitel, Lautlehre, Morphematik

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Georg Holzer

Gegenstand dieses Buches ist das um ca. 600 n. Chr. gesprochene Urslavische. Nach der historischen und geographischen Einordnung und der Bestimmung der soziolinguistischen Funktion dieser Sprache behandelt das Buch theoretisch und empirisch die Frage ihrer Einheitlichkeit. Es folgt die hauptsächlich auf die Lehnbeziehungen des mittelalterlichen Slavischen gestützte Rekonstruktion der Phonetik des Urslavischen und der Lautung und Akzentuierung urslavischer Wörter. Danach werden Bereiche der Morphologie des Urslavischen, insbesondere der Wortbildung, detailliert behandelt, wobei im Wesentlichen auf die Methoden der „generativen Phonologie" zurückgegriffen wird. Auch da wird die urslavische Akzentologie konsequent mitberücksichtigt.

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Abkürzungen, Erklärung einzelner Sprachennamen

ABKÜRZUNGEN, ERKLÄRUNG EINZELNER SPRACHENNAMEN

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Die übrigen Abkürzungen verstehen sich von selbst.

Zu den Bezeichnungen für Sprachen und ähnlichen Termini ist folgendes anzumerken:

(1) Das Wort slavisch und mit ihm gebildete Komposita schreibe ich wie natürlich auch das Ethnonym Slave mit v und nicht mit w, weil es sich um lateinische Fremdwörter handelt und solche im Deutschen generell mit v geschrieben werden: November, Ventilator etc. (vgl. Mareš 1978).

(2) Mit dem Terminus Altkirchenslavisch bezeichne ich das „kanonische“ in kyrillo-methodianischer Tradition stehende Schrifttum, also eigentlich keine Sprache, sondern ein bestimmtes Textkorpus (und in diesem vorkommende Wörter, Konstruktionen etc.). Der Terminus Altbulgarisch hingegen bezeichnet bestimmte slavische Dialekte, in denen die meisten altkirchenslavischen Texte abgefasst sind (nämlich alle erhaltenen mit Ausnahme der Kiever Blätter). Siehe H02a: 187-188.

(3) Der Terminus Neuštokavisch bezieht sich auf gewisse in kroatischen, serbischen und bosnjakischen Dialekten auftretende lautliche, darunter auch charakteristische prosodische, und morphologische Merkmale sowie auch auf die Dialekte, die diese Merkmale aufweisen. Auch die Standardsprachen, deren sich Kroaten, Serben und Bosnjaken bedienen, weisen die neuštokavischen Merkmale auf.

(4) Zum Temematischen, einer erschlossenen, wohl in der Nachbarschaft des Vorurslavischen gesprochenen, aber früh ausgestorbenen indogermanischen Sprache, siehe H83, H89, H91, H10c, H14c, H18d.

(5) Der Terminus Vorurslavisch bezieht sich auf alle Entwicklungsetappen des Slavischen zwischen dem Urindogermanischen und dem Urslavischen (exklusive). Vorurslavisch wurde zunächst in der slavischen Urheimat und zuletzt auch von der unteren Donau bis in den Norden Russlands...

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