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Untersuchungen zum Urslavischen: Einleitende Kapitel, Lautlehre, Morphematik

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Georg Holzer

Gegenstand dieses Buches ist das um ca. 600 n. Chr. gesprochene Urslavische. Nach der historischen und geographischen Einordnung und der Bestimmung der soziolinguistischen Funktion dieser Sprache behandelt das Buch theoretisch und empirisch die Frage ihrer Einheitlichkeit. Es folgt die hauptsächlich auf die Lehnbeziehungen des mittelalterlichen Slavischen gestützte Rekonstruktion der Phonetik des Urslavischen und der Lautung und Akzentuierung urslavischer Wörter. Danach werden Bereiche der Morphologie des Urslavischen, insbesondere der Wortbildung, detailliert behandelt, wobei im Wesentlichen auf die Methoden der „generativen Phonologie" zurückgegriffen wird. Auch da wird die urslavische Akzentologie konsequent mitberücksichtigt.

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VI. Anmerkungen zu einzelnen urslavischen (und nachurslavischen) Wörtern

VI. ANMERKUNGEN ZU EINZELNEN URSLAVISCHEN (UND NACHURSLAVISCHEN) WÖRTERN

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Während der Bearbeitung der Wortbeispiele sind bibliographische und andere Notizen angefallen, um die es schade wäre, würden sie in diesem Buch nicht mitabgedruckt werden, die sich aber in den betreffenden Paragraphen zu sperrig ausmachen würden, würden sie alle dort untergebracht sein, daher sind viele von ihnen in dieses eigens für sie eingerichtete Kapitel VI ausgelagert. Sie sind hauptsächlich beim Nachschlagen in lexikographischen und etymologischen Wörterbüchern entstanden, und zwar jeweils bei Bedarf und nicht im Hinblick auf irgendeine Vollständigkeit, Einheitlichkeit oder Gleichmäßigkeit, was den beiläufigen Charakter dieser Anmerkungen erklärt.

Die Anmerkungen sind alphabetisch gereiht. Für die alphabetische Reihung sind grundsätzlich die fettgedruckten Wörter maßgeblich; es handelt sich dabei in den allermeisten Fällen um die urslavischen phonetischen Reallautungen der Wörter, die in diesem Buch ohnehin immer fettgedruckt sind. Enthält eine Anmerkung mehr als ein fettgedrucktes Wort, wird es wohl kaum Schwierigkeiten machen, das für die alphabetische Reihung maßgebliche herauszufinden. Zur Buchstabenfolge siehe Kap. I.

Ursl. *abū˙čjāju ‘Brauch’: Vgl. Derksen 2008: 506-507, Snoj 2003: 79. ¶ Ursl. *anzuku ‘eng’ (> abg. ǫzъkъ id.): Vgl. Snoj 2003: 484. Der durch die unlautgesetzliche w-Prothese und auch akzentologisch verdunkelte (angebliche) etymologische Zusammenhang mit ursl. °winz|ā˙|tēj ≥ 15 23 *winzā˙tēj ‘verbinden’ spielte synchronisch-morphematisch im Urslavischen keine Rolle mehr. (Angesichts dieses etymologischen Zusammenhangs rechnet Kapović 2015: 508 in «paǫzъ» mit rezessivem «-ǫzъ».) ¶ Ursl. *apsā˙ ‘Wespe’,...

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