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Et in Arcadia ego. Rom als deutscher Erinnerungsort

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Edited By Joanna Jabłkowska and Karolina Sidowska

Dieses Buch bezeugt eine fortwährende Faszination für die Ewige Stadt, nicht nur in vergangenen Epochen der Klassik und Romantik, sondern auch in der zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur – unter anderen bei Wolfgang Koeppen, Ingeborg Bachmann, Rolf Dieter Brinkmann, Hanns-Joseph Ortheil, Uwe Timm und Josef Winkler. Rom bleibt ein wichtiges Ziel für (Bildungs-)Reisen, Ort für Stipendienaufenthalte (Villa Massimo) und ist stets Quelle der abendländischen Kultur im europäischen Bewusstsein. Die Auseinandersetzung mit dieser Tradition, vor allem mit Goethes kulturprägenden Bildern aus der Italienischen Reise, mit der realen Stadtlandschaft und ihrer Ikonographie in der Pop-Kultur verläuft in der Gegenwartsliteratur oft kritisch und dient nicht zuletzt der Reflexion über eigene private oder nationale Ansprüche und Identitäten.

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„Italiam! Italiam!“ Ein Traum wird wahr. Zu Carl Herrmanns Aufenthalt in Rom und seiner Verbindung zu den Nazarenern: (Małgorzata Blach-Margos)

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Małgorzata Blach-Margos

Abstract: Von den alten Meistern wie Albrecht Dürer, Raffael oder Michelangelo fasziniert, wandten sich die Nazarener gegen den akademischen Kunstbetrieb und die Auffassung, dass Kunst erlernbar sei und strebten deshalb eine Erneuerung der Kunst an. Deswegen verließen Overbeck und seine Freunde ihre Heimat, um nach Rom zu reisen, wo sie die Kunstwerke vergangener Zeiten studieren wollten. Dies war auch der innigste Wunsch des Oppelner Malers Carl Ignaz Adalbert Herrmann, der dank eines Stipendiums 1817 in Richtung der ‚Ewigen Stadt‘ aufbrach und sich dort den Nazarenern anschloss. Die lange Zeit als verschollen geltenden Tagebücher des Malers geben Aufschluss, wie nahe er den Lukasbrüdern in Rom wirklich stand.

Schlüsselwörter: Rom, Carl Herrmann, Nazarener, Maler, Oppeln

Im 18. und 19. Jahrhundert wurde es zur Gewohnheit von vielen reichen deutschen Familien, die Söhne auf eine Bildungsreise nach Italien zu schicken. Italien war auch Reiseziel vieler Schriftsteller, Maler und Architekten, die nicht nur von den dort lebenden Meistern lernen, sondern auch die großen Werke vergangener Zeiten studieren wollten. Nicht alle hatten jedoch die finanziellen Mittel, um eine solche Reise anzutreten, so wie der Archäologe und Kunstwissenschaftler Johann Joachim Winckelmann. Winckelmann wechselte sogar die Konfession, um eine Stelle in Rom annehmen zu können, denn Italien war für ihn das Land, wo er die antike Kunst am besten studieren konnte. Seine wissenschaftlichen Abhandlungen über die antiken italienischen Schätze waren damals sehr bekannt und inspirierten andere gro...

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