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Lebendiger Islam

Praxis- und Methoden-Reflexion der islamisch-theologischen Studien in Deutschland

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Edited By Katharina Völker and Ertuğrul Şahin

Vorliegender Sammelband ist das Ergebnis der Forscher-Werkstatt Lebendiger Islam, welche 2019 an der Eberhard Karls Universität in Tübingen stattfand. Die AutorInnen gewähren Einblicke in Methoden und Ergebnisse ihrer mehrjährigen Studien, die vor allem muslimisches Leben im Hier und Jetzt ergründen. Sowohl die Lebendigkeit als auch die Ergiebigkeit der jungen Wissenschaftsdisziplin Islamische Theologie lassen sich hier am regen wissenschaftlichen Diskurs aber auch in den Praxisräumen des angewandten Muslim-Seins erkennen. Die Beiträge stammen von MitarbeiterInnen der Zentren für Islamische Studien in Frankfurt/Gießen und für Islamische Theologie in Tübingen, sowie dem Lehrstuhl für sozialwissenschaftliche Erforschung des Islam im Europa des 20. und 21. Jahrhunderts in Münster.    

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10A Gegenwartsbezogene Analysen im Wandel der Zeit: Studien über muslimisches Leben und Islam in der Diaspora

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10AGegenwartsbezogene Analysen im Wandel der Zeit: Studien über muslimisches Leben und Islam in der Diaspora

Im Folgenden finden sowohl das laufende Forschungsprojekt eine einleitende Vorstellung als auch der Stand der Forschung bezüglich solcher Studien über MuslimInnen und Islam in Deutschland und der weiteren Diaspora, die mit ihren Methoden und Fragestellungen nennenswerte Vorarbeit geleistet haben.

Die Genese einer Forschungsidee

Das hier vorgestellte Habilitationsprojekt durchlief eine thematische Entwicklung von seiner Erstformulierung aus den Jahren 2016 bis 20171, da noch mit Fokus auf grundtheologischen Positionen muslimischer ProfessorInnen auf konfessionellen Lehrstühlen, bis zu seiner jetzigen Zielsetzung, der Beleuchtung des Muslim-Seins in der akademischen Lehre über den Islam. Nach eingehender thematischer Analyse der Publikationen der ProfessorInnen stellte sich heraus, dass sie in den meisten Fällen nur einzelne implizierte Aussagen und kaum explizite Aussagen zu vertretenen theologischen Anschauungen enthalten. Obwohl die akademischen Positionen der ProfessorInnen der Konfessionsgebundenheit obliegen, ergab die Review, dass die meiste wissenschaftliche Literatur im Format der Islamwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Religionswissenschaft oder zum Beispiel der Religionspädagogik gefasst ist und daher trotz weniger prominenter Ausnahmen keine richtungsweisende Glaubenslehre formuliert.2 Trotz dieser Insuffizienz des zu vergleichenden Materials mit Hinblick auf grundtheologische Annahmen ergab die Basis-Analyse des Textmaterials (wissenschaftliche Publikationen, Reden in Textformat, Zeitungsbeiträge und Textbeiträge in Online-Formaten et al.) einen Überblick über primäre Interessensfelder, Audienz-Fokus und wissenschaftliche Lesarten einzelner Akteure.

Im Hinblick auf die geplanten persönlichen Interviews entwickelte sich im weiteren Vorhaben ein Interessiertsein an der Motivation von konfessionsgebundenen Lehrenden, aktiv...

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