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Linguistic Landscapes im deutschsprachigen Kontext

Forschungsperspektiven, Methoden und Anwendungsmöglichkeiten

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Edited By Evelyn Ziegler and Heiko F. Marten

Die Erforschung von Sprache im öffentlichen Raum (Linguistic Landscapes, LL) hat sich in den vergangen 20 Jahren als Teilgebiet der Soziolinguistik, der Semiotik und anderer Disziplinen fest etabliert. Der vorliegende Band gibt einen Überblick zu zentralen Ansätzen der LL-Forschung mit einem Bezug zur deutschen Sprache. Die Beiträge stellen aktuelle Studien aus dem deutschsprachigen Raum, zu Deutsch als Minderheitensprache sowie aus Ländern mit einer ausgeprägten DaF-Tradition vor. Sie thematisieren sprachstrukturelle und soziolinguistische ebenso wie didaktische, methodische und technologische Aspekte. Damit trägt der Band zu einer Systematisierung der deutschsprachigen LL-Forschung bei, gibt Impulse für internationale Diskussionen und benennt wichtige Desiderata.

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„Pinkeln verboten“. Anmerkungen über Verbote in öffentlichen Räumen

Claus Ehrhardt

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Abstract This contribution concerns prohibition signs in public spaces. It aims to treat this topic, which has not yet been addressed in detail in scientific literature, as a relevant subject of discussion on Linguistic Landscapes. The text discusses the relevance of prohibition signs for the constitution of space and their impact on Linguistic Landscapes. It outlines the field of analysis giving a speech-act-based definition of “prohibition” with some remarks on felicity conditions, communicative functions and the form of this type of public signs. In the last step, the results of these reflections are applied to a small corpus of prohibition signs documented in German environments. The analysis gives a first overview of the situational and linguistic characteristics of prohibition signs in German.

Keywords: interdictionlinguistic landscapesSpeech Act Theorypublic signssocial order

Die Idee zu diesem Beitrag über Verbote in öffentlichen Räumen und dem hier skizzierten Programm ist in Coimbra / Portugal entstanden, wo ich das in Abbildung 1 gezeigte Schild fand.

Der Aushang steckte in einer Plastikhülle und war mit einem Nagel an einem Baum befestigt. In der näheren Umgebung fanden sich noch einige gleichlautende Schilder. Autofahrer werden hier vom städtischen Gartenbauamt sehr freundlich gebeten, am 29. (offensichtlich des Monats, in dem der Aushang gesehen wurde) in der Nähe der Schilder nicht zu parken, weil Instandhaltungsarbeiten an den Bäumen anstehen.

Das Dokument ist ein Beispiel dafür, wie öffentliche Institutionen mit Bürgern kommunizieren und welche Effekte die...

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