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Pflegerische Versorgung alter Menschen

Qualität – Konzepte – Rahmenbedingungen Festschrift für Prof. Dr. Stefan Görres

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Edited By Ingrid Darmann-Finck and Heike Mertesacker

Die Pflege hat eine zentrale Rolle in der Versorgung alter Menschen. Sie trägt dazu bei, dass alte Menschen trotz Einschränkungen, z.B. in der Selbstständigkeit, ein Leben in Würde und Selbstbestimmung führen können. Renommierte Autorinnen und Autoren konkretisieren, welches genau das Ziel der Pflege von alten Menschen sein soll und wie die Qualität in der Langzeitpflege weiterentwickelt und gemessen werden kann. Weitere Beiträge thematisieren Herausforderungen und Konzepte in der spirituellen Begleitung von zu pflegenden Menschen und hinsichtlich des Einsatzes von digitalen Technologien. Schließlich werden rechtliche und qualifikatorische Rahmenbedingungen diskutiert sowie Chancen und Desiderata von Pflegeforschung herausgearbeitet.

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Zur Diskussion um die Stärkung der Rolle der Kommunen in der Pflege und der rechtlichen Maßgaben hierfür

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Gerhard Igl

Seit Einführung der Pflegeversicherung in den Jahren 1994 und 1995 besteht die Besorgnis, dass die Kommunen (Gemeinden, Landkreise/Kreise, kreisfreie Städte) (§7b Absatz 2a SGB XI) nicht über geeignete rechtliche Instrumente zur Gestaltung der Pflegepolitik auf ihrer Ebene verfügen. In der Tat werden die Kommunen nicht zentral in das Versorgungsgeschehen der Sozialen Pflegeversicherung (SGB XI) eingebunden. Die ursprüngliche Ferne der Kommunen zu diesem Versorgungsgeschehen kam schon im ersten Gesetzentwurf zum Pflegeversicherungsgesetz zum Ausdruck. In diesem Gesetzentwurf wurden die Kommunen nicht berücksichtigt. § 8 Abs. 2 des Gesetzentwurfs sprach nur von den Ländern, den Pflegekassen und den Pflegeeinrichtungen, die die pflegerische Versorgung gewährleisten sollten (Bundestags-Drucksache, 1993). Aufgrund von Interventionen seitens der Länder ist es dann gelungen, in die endgültige Gesetzesfassung des § 8 Abs. 2 SGB XI auch die Kommunen aufzunehmen. Jetzt lautete die Vorschrift:

„Die Länder, die Kommunen, die Pflegeeinrichtungen und die Pflegekassen wirken unter Beteiligung des Medizinischen Dienstes eng zusammen, um eine leistungsfähige, regional gegliederte, ortsnahe und aufeinander abgestimmte ambulante und stationäre pflegerische Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Sie tragen zum Ausbau und zur Weiterentwicklung der notwendigen pflegerischen Versorgungsstrukturen bei; das gilt insbesondere für die Ergänzung des Angebots an häuslicher und stationärer Pflege durch neue Formen der teilstationären Pflege und Kurzzeitpflege sowie für die Vorhaltung eines Angebots von die Pflege ergänzenden Leistungen zur medizinischen Rehabilitation. Sie unterstützen und fördern darüber hinaus die...

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