Show Less
Restricted access

Gender Discrimination for Religious Reasons in Islamic Countries and International Human Rights Treaties

Series:

Maryam Mosavi

Gender equality rights are fundamental human rights that are recognized in international human rights treaties, which bind states to eliminate gender discrimination formally and in practice. Islam is recognized as the official religion in the constitutional law of Islamic countries; religious scholars have the competence to interpret Islamic law, resulting in creating a series of unequal rights for women based on Islamic law, which often continues in legal structures. Nevertheless, a majority of Islamic countries have ratified the international human rights treaties but have put reservations in place based on Sharia concerning articles on gender equality rights. Therefore, this dissertation addressed that the degree to which international law has accepted gender discrimination for religious reasons.
Show Summary Details
Restricted access

Zusammenfassung

Extract

Bei der Geschlechtergleichstellung und dem Diskriminierungsverbot handelt es sich um grundlegende Menschenrechte von Frauen, die in allgemeinen und besonderen internationalen Menschenrechtsverträgen anerkannt sind. Diese Verträge enthalten die Grundsätze, die Geschlechtergleichstellung und das Diskriminierungsverbot betreffen, verpflichten also Staaten dazu, geschlechtsspezifische Diskriminierung zu unterbinden und Rechte auf Geschlechtergleichstellung formal und in der Praxis zu fördern. Nichtsdestotrotz haben verschiedene Staaten eigene Deutungen von Geschlechtergleichstellung formuliert, die auf unterschiedliche kulturelle, religiöse, traditionelle, politische und sozio-ökonomische Sachverhalte der einzelnen Staaten Bezug nehmen.

Deshalb kann die Verwirklichung der Rechte auf Geschlechtergleichstellung durch die für solche Rechte einschlägige Rechtsprechung eines Staates behindert werden. Religiöse Gründe können als Rechtfertigung herangezogen werden, um Frauen zu diskriminieren. Der Islam gilt im Verfassungsrecht islamischer Staaten als offizielle Religion, und Religionsgelehrte sind befugt, islamisches Recht zu deuten, was dazu führt, daß eine Vielzahl ungleicher Rechte von Frauen auf der Grundlage islamischen Rechts geschaffen werden. Diese Art der Geschlechterdiskriminierung hat Einfluß auf verschiedene Aspekte der Rechte von Frauen, und findet in formalem Recht oft seine Fortsetzung. Dennoch hat eine Mehrheit der islamischen Länder die internationalen Menschenrechtsverträge ratifiziert, hat aber zugleich hinsichtlich der Artikel über Rechte, die Geschlechtergleichheit betreffen, auf die Scharia gestützte Vorbehalte formuliert.

Auf diese Weise umgehen diese Länder die rechtlichen Wirkungen bestimmter Vorschriften der Dokumente, die sie unterzeichnet haben. Der allgemeine Charakter dieser Vorbehalte führt dazu, daß eine allgemeine Deutung von Geschlechtergleichstellung, wie sie nach der Scharia verstanden werden soll,...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.