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Über die Anfänge des Denkens − Kognition und Siedlung

Soziologie der Steinzeit – von der Höhlenmalerei zum Göbekli Tepe

Lars Hennings

Diese Studie sammelt Thesen für eine interdisziplinäre Forschung der Soziologie als Leitwissenschaft zur Erkundung der Steinzeit. Nach Ankunft des Homo sapiens von Afrika nach Westeuropa beginnt nach dessen biologischer Stabilisierung seine weitere Formung als sozialer, sich selbst verändernder Prozess. Die Artefakte zeigen zu Beginn einen sehr schlichten Typus, der sich eben erst von Homo erectus und neanderthalensis entfernt. Die humanen Veränderungen folgen nicht mehr der Darwinschen Zuchtwahl. Bald entstehen, bei wildbeuterischer Lebensweise, feste Siedlungen, die die Sozialität ausweiten, eine Sprech-Sprache fördern und mit den Anfängen des Denkens eine frühe traditionale Logik ausbilden, die über Sumer, Griechenland ins europäische Denken führt.

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Onto- und Phylogenese

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Sehen wir auf die kognitiven Stadien, die alle Kinder universal in ähnlicher Folge erwerben, soweit sie die Stufen kategorialer Logik – als Grundlagen der Logik der Weltvorstellung – überhaupt kennenlernen; es seien Raum, Zeit, Substanz/ Materialität und vor allem die Kausalität von Ursache und Wirkung noch einmal genannt. So wie sie Zeigen vor Gebärden und gegebenenfalls Sprechen lernen. Ein Blick in unsere Märchen oder die frühen Begründungen der Welt in Mythen geben Auskunft über die Entwicklung dieser Vorstellungen von animistischen Weltvorstellungen mit Geistwesen in allen Dingen, dann im europäischen Kulturkreis über Gött¡nnen des Altertums zur Antike bis hin zum christlichen Schöpfergott; der kam dennoch selbst nicht in die Welt, sondern war – als oder in der Dunkelheit – einfach da, was mit heutiger kausaler Logik nicht nachvollziehbar ist.

Und für die ganz frühe Zeit ist von prä-animistischen Vorstellungen auszugehen; wie sollte diese geistige Entwicklung sonst begonnen haben? Einen Zwischenschritt zur heutigen Zeit belegen dann empirisch die rezenten Urvölker mit ihrer generellen Ausbildung nur einer traditionalen Logik. So kann gesagt werden, die Weltvorstellung hat sich von einer traditionalen Form, soweit dies in Gemeinschaften rudimentär überhaupt bereits der Fall war, zur rationalen Logik entwickelt, der Prozess dauert noch in modernen Gesellschaften an (selbst wenn schon viel von Prozessen die Rede ist, die aber oft noch nicht vertieft im Sozialen als sich selbst verändernde verstanden werden, sondern bloß als Änderungen; irgendwie).

Zur Erinnerung: in den älteren Darstellungen...

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