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Systemisches E-Learning

Ein theoretisches Modell für die Gestaltung offener Wissenssysteme

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Peter Glanninger

E-Learning wird meist in pädagogischen Zusammenhängen beschrieben. Bei einer solchen Sichtweise werden aber viele Bereiche ausgeblendet, die für ein umfassendes Verständnis von E-Learning von Bedeutung sind. In dieser Arbeit wird eine neue kommunikationswissenschaftliche Perspektive erarbeitet, die sich an einer systemischen Interpretation orientiert. Auf Basis einer systemtheoretischen Analyse wird ein Modell entwickelt, in dem E-Learning nicht mehr als eine Lehr-Lernmethode, sondern als soziales System und als ein Wissenssystem beschrieben wird. Die Funktionen, Prozesse und Strukturen, die E-Learning zugrunde liegen, werden dabei auf einer allgemeinen Ebene beschrieben. Somit kann das Modell in der Praxis auf die unterschiedlichsten E-Learning-Aktivitäten angewendet werden.

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9 Zusammenfassende Ergebnisse Wie lassen sich nun die bisherigen Erkenntnisse abschließend zusam- menfassen? Zunächst muss von den beiden Fragen ausgegangen wer- den, die am Beginn unserer Überlegungen standen, nämlich ob E-Lear- ning als soziales System dargestellt werden kann und ob sich dafür ein universales, reproduzierbares Modell erstellen lässt? Die Antwort auf beide Fragen fällt eindeutig aus: E-Learning kann als soziales System dargestellt werden und dazu lässt sich ein Modell mit universellem Charakter entwickeln. 1. Die Erkenntnis, dass E-Learning als soziales System beschrieben wer- den kann, ist zunächst nicht überraschend, wenn man von der system- theoretischen Prämisse ausgeht, dass jeder soziale Kontakt auch ein soziales System begründet. Unter Bezugnahme auf die Eingangs dar- gestellten Kriterien für Systembildung kann zusammenfassend gesagt werden: E-Learning konstituiert sich als Organisationssystem, dessen Funktion es ist, die Komplexität der Informationen seiner Umwelt für die Generierung von Wissensprozessen zu reduzieren und in Form nicht-personaler Informationsvermittlung einem entsprechenden Be- nutzerkreis anzubieten. Um diese Funktion zu erfüllen, prägt E-Lear- ning eine Reihe von Positionen (Stellen und Rollen), Prozessen und Strukturen aus und entwickelt nicht nur vielfältige System-Umwelt- beziehungen, sondern auch eine von der Größe des Systems abhän- gige, interne funktionale Differenzierung. In diesem Rahmen lassen sich sowohl die Elemente, aus denen das System besteht (Kommunika- tionen), reproduzieren und an weitere Elemente anschließen als auch die dafür notwendigen Operationen zuordnen. 2. Wenn man E-Learning als ein Netz sozialer Beziehungen versteht, treffen...

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