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Diversity-Kompetenz in der Erziehungswissenschaft

Eine Strategie zur Umsetzung von Gleichstellung im Zusammenhang mit der aktuellen Hochschulreform

Doris Klappenbach

Entsprechende Motivation der Beteiligten beschleunigt Prozesse. Dies gilt in besonderem Maße für die aktuelle Bildungsreform. Mit der Planung, Entwicklung und Struktur von Studiengängen beschäftigten Kommissionen, Dekanaten und Hochschulleitungen wird hier eine Planungs- und Artikulationshilfe angeboten: Auf Basis der Untersuchung konkreter Lehrinhalte der Erziehungswissenschaft an der Freien Universität Berlin wird anhand eines kooperativen Curriculums für Diversity-Kompetenz exemplarisch gezeigt, wie der Weg zu einer erfolgreichen Studienreform aussehen kann. Lehrenden und Lernenden, TrainerInnen, ReferentInnen und WeiterbildungsinteressentInnen wird ein Überblick über Diversity Managemant als Lehr- und Lerninhalt, über Konzepte für integrative Mediationsausbildung, die Vermittlung von mediativer und interkultureller Kompetenz erstellt.

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3 Politische Ausgangsbasis: Gleichstellung und Gleichbehandlung als aktuelles Thema für Hochschulen in Deutschland 43

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43 3 Politische Ausgangsbasis: Gleichstellung und Gleichbehandlung als aktuelles Thema für Hochschulen in Deutschland Seit 2006 stellt sich für Hochschulen wie auch für andere Arbeitgebende in Deutschland die Vorgabe der Gleichstellung und Gleichbehandlung im Sinne des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) (vgl. Nohr 2000;Burkhard 2004;Becker et al. 2007a;b). Zur Umsetzung dieses Gesetzes nehmen die Hoch- schulen in Deutschland in zweierlei Hinsicht eine zentrale Rolle ein. Zum einen sind sie komplexe Arbeitgeberinstitutionen, die in ihrem Personalmanagement in- tern und extern Gleichbehandlung umzusetzen haben. Zum anderen haben sich Hochschulen als gesellschaftliche Institutionen einer sozialen Verantwortung zu stellen. Als Vermittlungseinrichtungen stellt sich an sie die Herausforderung, die Umsetzung von Gleichstellung und Gleichbehandlung auch fortschreitend in ihren Studieninhalten zu verankern (vgl. Kiel 2004b). Die Frage, die sich für die vorlie- gende Arbeit stellt ist, wie die Vermittlung und Entwicklung von Kompetenz zum Umgang mit Diversität in der Erziehungswissenschaft als Strategie zur Umsetzung des AGG konkret aussehen kann. Zu klären sind als erstes Voraussetzungen, auf die das AGG im Kontext der politi- schen Ausgangsbasis an Universitäten trifft. Als wesentlich zu betrachten sind da- bei historische Aspekte der hochschulpolitischen Situation am Beispiel des Themas Gleichstellung. Die Betrachtung der Wurzeln der Hochschulen gibt eine Antwort auf die Frage, warum Gleichstellung und Gleichbehandlung sich gerade im univer- sitären Rahmen als so relevant erweisen, dass die juristische Realität des AGG auf Basis der EU-Richtlinien und des Grundrechtes in Deutschland weitreichende Konsequenzen nach sich zieht (vgl. GEW 1998).4 Mit...

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