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Methodische Vielfalt in der Erforschung interkultureller Kommunikation an deutschen Hochschulen

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Edited By Elke Bosse, Beatrix Kreß and Stephan Schlickau

Dieser Sammelband setzt sich zum Ziel, ein weites Spektrum universitärer Auseinandersetzung mit interkultureller Kommunikation zu umreißen. Dieses Spektrum reicht von den angewandten Forschungsmethoden über Lehrforschungs- bis zu konkreten Praxisprojekten. Die Vielfalt aktueller Beschäftigung mit dem noch immer relativ neuen Forschungsgegenstand spiegelt sich ebenfalls in den Beiträgen: Die wissenschaftlichen Hintergründe der Autoren bilden die Sprachwissenschaft, die Psychologie oder die Erziehungswissenschaft. Der Band wendet sich an Wissenschaftler, Studierende und Praktiker und möchte einen Beitrag zur interdisziplinären Diskussion in einem Umfeld leisten, dessen Erforschung nicht zuletzt durch die voranschreitende Internationalisierung von Hochschulen zunehmend handlungsrelevant wird.

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Teil II: Lehrforschungsprojekte

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Ein Pilotprojekt zur Auslandsbegleitung mit Hilfe eines Portfolios – ein Erfahrungsbericht Gabriele Berkenbusch / Doris Fetscher Einleitung und Situierung des Projekts Der Studiengang Languages and Businessadministration55 mit den Zielsprachen und -kulturen Chinesisch, Französisch und Spanisch umfasst ein Angebot in Fachsprachen, Interkulturellen Studien und Wirtschaftswissenschaften sowie ein obligatorisches Auslandsjahr. Das fünfte Semester wird als Auslandsstudium an einer unserer zahlreichen Partnerhochschulen56 absolviert, das sechste Semester ist als Praktikumssemester in einem Betrieb des Ziellandes vorgesehen.57 Die Studierenden werden in mehreren Modulen auf ihren Auslandsaufent- halt vorbereitet: • Grundlagen Interkultureller Kommunikation (im zweiten Semester) • Studien Interkultureller Kommunikation (im dritten Semester) • Auslandsvorbereitung (im vierten Semester) In den oben genannten Modulen werden die Studierenden sowohl mit Fakten- wissen über die jeweiligen Zielkulturen als auch mit analytisch- metakognitivem Wissen konfrontiert. Ein erfahrungsbezogenes Arbeiten, wie es in interkulturel- len Trainings praktiziert wird, ist in den großen Seminargruppen von 30 Studie- renden nur eingeschränkt möglich. An Rollenspielen oder Krisenexperimenten können nicht immer alle Studierenden beteiligt werden. Die Lehre basiert auf einem interaktionistischen Kulturverständnis. Die Studierenden sollten in der Lage sein, ihre eigene kommunikativ-interaktive Beteiligung an der Herstellung der interkulturellen Situation auf den verschiedenen Ebenen der Kommunikation reflektieren zu können. Dies impliziert wichtige Kompetenzen wie das Relati- vieren der wechselseitigen Wahrnehmung. Trainiert werden diese Kompetenzen u. a. durch Wahrnehmungsübungen und an Hand von Critical Incidents.58 So vorbereitet gehen die Studierenden in die Länder ihrer Zielsprachen. Während des Auslandsjahres besteht meist nur ein bürokratischer Kontakt, außer es treten 55 Der...

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