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«Armance» und die Ästhetik des Melodrams

Eine Untersuchung zur Verwendung und Adaption melodramatischer Strukturelemente im Romandebüt Stendhals

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Laurentius Pop

Das französische Melodram stellt die erste Form populärer Erfolgsliteratur dar und ist im Zuge der Demokratisierung der französischen Theaterlandschaft nach der Revolution entstanden. Während die Bedeutung dieser Bühnengattung für das Schaffen so namhafter Autoren wie Balzac, Hugo oder Flaubert hinreichend untersucht ist, wurde bisher dem Einfluss dieser Gattung auf Stendhal kaum Beachtung geschenkt. Die Arbeit schließt diese Forschungslücke. Dabei wird das Melodram als Prototyp populärer Literaturproduktion bestimmt. In einem ersten Schritt werden zunächst jene Stellen im Gesamtwerk Stendhals zusammengetragen, in denen sich dieser zum Melodram äußert. Bei dem zur Hauptanalyse gewählten Roman handelt es sich um das literarische Debüt des Autors, dem eine fast zwanzigjährige theoretische Beschäftigung mit der Literatur, bei der auch das Melodram eine wichtige Rolle spielte, vorausgeht. So stellt Armance diejenige Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis dar, an der sich Adaptionen und Analogien zum Melodram wie in keinem anderen Roman Stendhals nachweisen lassen.

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Inhaltsverzeichnis

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1. Einleitung ............................................................................................................................... 9 2. Das Melodram ...................................................................................................................... 17 2.1. Deskriptive und strukturale Gattungsdefinition des Melodrams ............................. 17 2.2. Populärliteratur als formulaic literature .................................................................. 18 2.3. Der Begriff der melodramatischen Schreibart als überzeitliche Gattungs- definition ............................................................................................................ 24 2.4. Die historische Gattung des französischen Bühnenmelodrams ............................... 34 2.4.1. Das klassische Melodram ..................................................................................... 34 2.4.2. Das Aufbrechen der melodramatischen Grundstruktur: das romantische Melodram ............................................................................................................ 44 3. Aussagen Stendhals zum Melodram .................................................................................... 51 Vorläufiges Zwischenfazit ....................................................................................................... 79 4. Werkanalyse: Armance ........................................................................................................ 81 4.1. Die Figuren…. ......................................................................................................... 81 Erstes Zwischenfazit ................................................................................................................ 98 4.2. Handlungselemente ................................................................................................ 101 4.2.1. Die melodramatische Zeichnung eines manichäischen Weltbildes .................... 107 4.2.2. Offenlegung der Intrige ...................................................................................... 112 4.3. Stilistische Formelemente ...................................................................................... 122 4.3.1. Akustische Elemente ........................................................................................... 123 4.3.2. Visuelle Elemente ............................................................................................... 173 4.3.3. Szenische Elemente ............................................................................................ 194 4.3.3.1. Häufung melodramatischer Elemente in der Entscheidungsszene .................. 222 Zweites Zwischenfazit ............................................................................................................ 230 4. 4. Rezeptionslenkung und Wirkintention ................................................................ 233 4.4.1. Das Gesellschaftsbild Stendhals ......................................................................... 244 Zusammenfasssung der Ergebnisse ........................................................................................ 255 7 5. Schlusswort ........................................................................................................................ 261 Bibliographie .......................................................................................................................... 263 Verzeichnis der Siglen ........................................................................................................... 287 8

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