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Schwierige sprachliche Strukturen

Aufsätze zur deutschen Grammatik

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Bernhard Engelen

Dieses Buch enthält 13 Aufsätze zu schwierigeren Problemen der deutschen Sprache. Die Thematik ist breit gestreut und umfasst auch kontrastive sowie sprachgeschichtliche und sprachdidaktische Fragestellungen. Besonders ausführlich wird der Bereich der Richtungselemente und der der substantivischen Attribute behandelt, ersterer auch im Kontrast zum Japanischen. Weitere Themen: agentiv verwendete Adjektive, die Syntax der performativen Verben, die Syntax des Verbs wissen, die Grammatik der Stoffbezeichnungen und anderes mehr. Die Aufsätze befassen sich vor allem mit solchen Strukturen des Deutschen, die trotz ihrer Wichtigkeit in der einschlägigen Literatur noch immer eine nur unzureichende Aufmerksamkeit gefunden haben.

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F. Grammatik in der Schule

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Aufbauprinzipien wissenschaftlicher Grammatiken und der Auf- bau des Grammatikunterrichts Ein Vergleich Es gilt heute vielerorts schon fast als chic, von der unterrichtlichen Behandlung von grammatischen Gegebenheiten nicht viel zu halten. Will man nicht als rest- los rückständig gelten, so versucht man sein Konzept vom Sprachunterricht vor allem auf Pfeilern wie den folgenden zu gründen: Sprache als soziales Handeln, Sprechakttheorie, Sprache und andere Zeichen- systeme, kritische Kommunikationsfähigkeit, Sprache und Herrschaft, herr- schaftsfreier Diskurs, sprachliche Manipulationsmöglichkeiten, das Problem der Sprachnorm u.a.m. Das, was man früher Grammatikunterricht oder Sprachlehre nannte und was nach langer Zeit langsamer Lethargie im Rahmen des sogenannten Linguistik- booms Anfang der 70er Jahre wieder ganz groß herauszukommen schien, in so- zusagen verwissenschaftlichter Form, das versucht man heute wieder aus dem Sprachunterricht möglichst weitgehend, wenn nicht gar ganz zu verbannen. Im habe nicht die Absicht, die eben genannten Lernziele - sofern sie nicht Leer- formeln bleiben - als nicht erstrebenswert hinzustellen, ganz und gar nicht. Und ich bin auch nicht der Ansicht, daß der traditionelle Grammatikunterricht in nennenswertem Umfang zur Förderung der sprachlichen und kommunikativen Fähigkeiten der Schüler beigetragen hätte. Dieser Ansicht bin ich allerdings auch nicht bei den - wenn man so will - linguistisierten Formen des Gramma- tikunterrichts wie sie uns in den bekannten Sprachbüchern von Klett und Schroedel entgegentreten. Aber ich habe die Befürchtung, daß man heute vieler- orts bei der Ablehnung des Unterrichtsgegenstandes Grammatik ein wenig gar zu pauschal und zu unreflektiert verf...

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