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Sprachliche Höflichkeit in interkultureller Kommunikation und im DaF-Unterricht

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Claus Ehrhardt and Eva Neuland

Dem Thema ‘Sprachliche Höflichkeit’ wird wieder eine verstärkte Aufmerksamkeit in Linguistik und Didaktik zuteil. Im Kontext zunehmender Internationalisierung und dem damit verbundenen höheren Aufkommen an interkultureller Kommunikation, aber auch im Kontext der zunehmenden Verbreitung neuer Medien ergeben sich neue Fragestellungen für Theoriebildung und Methodenentwicklung. Der Sammelband präsentiert 17 Beiträge zu theoretischen und methodischen Grundlagen, zu kulturkontrastiven und interkulturellen Themenstellungen sowie Vorschläge zum DaF-Unterricht. Neben historischen und aktuellen Beschreibungsansätzen werden Realisationsformen sprachlicher Höflichkeit am Beispiel von verschiedenen Sprachhandlungsmustern und Textsorten sowie Kommunikationsdomänen in unterschiedlichen kulturellen Kontexten analysiert. Schließlich folgt ein Ausblick auf interkulturelle Trainings und DaF-Lehrwerke.

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II. Einzelanalysen zur sprachlichen Höflichkeit: Kulturkontrastiv und interkulturell

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Höflichkeit, Freundlichkeit und Distanz – Gedanken über die Beziehung zwischen Höflichkeitsforschung und DaF-Unterricht anhand einer empirischen Fragebogenerhebung Hitoshi Yamashita Osaka (Japan) In diesem Beitrag wird versucht, darüber nachzudenken, wie man Deutsch-Lernenden sprachliche Höflichkeit im Deutschen vermitteln kann. Zuerst werden die in der Diskussion oft erwähnten vier Dichotomien der Höflichkeitstheorie behandelt, nämlich 1) negative und positive Höflichkeit, 2) Ehrerbietung und Benehmen, 3) Höflichkeit und Unhöflichkeit und 4) first order politeness und second order politeness. Nach einer kurzen Erklärung des in dieser Arbeit verwendeten Fragebo- gens werden die Ergebnisse der Untersuchung dargestellt. Es wurde gezeigt, dass „höflich“ im Alltagsleben im Allgemeinen nicht so „wichtig“ ist, während unter den positiven Werten „ehrlich“, „freundlich“, „tolerant“ und „hilfsbereit“ als „wichtig“ angesehen werden. Auch im DaF- Unter- richt könnte man mit diesen unterschiedlichen Werten die vielfältige Konnotation der deutschen Sätze besser erklären, als wenn man nur danach fragt, ob ein Satz höflich ist oder nicht. This paper deals with the role of linguistic politeness in the classroom of German as a second lan- guage. First of all I discussed the four dichotomies which are often cited in the politeness theories, namely 1) negative and positive politeness, 2) deference and demeanor 3) politeness and impolite- ness and 4) first order politeness and second order politeness. After a short description of the empirical questionnaire in this study I presented the results of the analysis. The analysis shows that „höflich (polite)...

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