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Kehillah Kedoschah – Spurensuche

Geschichte der jüdischen Gemeinde in Friedberg- Auf den Spuren der Friedberger Juden von den Anfängen bis zur Gegenwart

Edited By Hans-Helmut Hoos

Nur der historisch aufmerksame Betrachter findet heute noch Spuren jüdischen Lebens in Friedberg in der Wetterau (heute: Hessen). Nach der Zerstörung der Synagoge am 10. November 1938 und der Deportation der letzten jüdischen Gemeindemitglieder am 15. September 1942 in die Gettos und Vernichtungslager ist kaum etwas von der 750 Jahre dauernden Geschichte der Juden in Friedberg erhalten geblieben. Detailreich und durch viele Zeitdokumente anschaulich aufbereitet, wird in diesem Buch rekonstruiert, wie sich jüdisches Leben durch die Jahrhunderte hinweg entwickelt hat, welchen Gefahren es ausgesetzt war, und wie es im 20. Jahrhundert schließlich vernichtet worden ist. Exemplarisch werden die Schicksale dieser Menschen beschrieben und die «Geschichten hinter der Geschichte» nachgezeichnet.

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Einleitung 9

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9Einleitung Was geblieben ist Nur der historis ch aufmerksame Betrach ter findet heut e noch Spuren jüdi- schen Lebens in Fri edberg. Nach der Zerstöru ng der Synagoge am 10. No- vember 19381 und der Deport ation der letz ten am Ort verbliebenen Juden am 15. September 1942 in die Gettos und Vernichtun gslager, blieben als stumme Zeugen dieser Vergangenheit: das Judenbad (Abb. 1), die Westw and der ehe- mal igen Synagoge (Abb. 2), zwe i Grünflächen zu beiden Seiten der Ockstäd- ter Straße mit vier Grabste inen (Abb. 4, 6–9) sowi e der neue jüdische Fri edhof auf der Ober-Wöll städter Höhe (Abb. 3). Die Grünf lächen weisen auf den ehemali gen Judenfr iedhof hin , der seit 1523 vor dem äußeren Mai nzer Tor ge- legen war. Erhalten, aber nicht gekennzeichnet, ist des weiter en noch das frü- here Gemeindehaus der jüdischen Gemeinde auf der Kaiserstraße 8 (Abb. 10). Die Straßen namen „Judengas se“ und „Judenpl acken“ zeugen von der hier seit dem 13. Jahr hundert ansässigen jüdischen Gemeinde. Vor Beginn der Verfol- gung der Juden in Deutsch land durch die Nati onalsozial isten 1933 wohnten in diesen Straßen kaum noch Juden, wohl aber standen als Zeugen der jüdische n Vergangenh eit in der Juden gasse 4 die Synagoge, in der Judengasse 20 die aus dem 13. Jahr hundert stammende Monumentalmikw e (Judenbad) und in der Juden...

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