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Interkulturalität in Bildung, Ästhetik, Kommunikation

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Edited By Friedrich Lenz and Stephan Schlickau

Interne Diversität, aber auch zunehmender internationaler Austausch kennzeichnen moderne Gesellschaften. Mit den daraus erwachsenden Herausforderungen beschäftigte sich das interdisziplinäre Promotionskolleg Interkulturalität in Bildung, Ästhetik, Kommunikation. Ziel war es, die von unterschiedlichen Bezugswissenschaften ausgehende Forschung in einen Zusammenhang zu stellen und miteinander zu verzahnen. Dieser Sammelband repräsentiert die wichtigsten Ergebnisse und basiert auf der Erforschung von vier Bereichen, nämlich Diversität in Bildung, Management und Recht, Interkulturelle und (mehr-)sprachliche Kompetenz in Schule und Unterricht, Ästhetik der Interkulturalität sowie Interkulturelle Kommunikation. Der Band informiert so über unterschiedliche Zugänge und Inhalte der Erforschung von Interkulturalität und will zu eigenen Arbeiten auf diesem zunehmend relevanten Feld inspirieren.

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Ethnisierung und Kulturalisierung im erziehungswissenschaftlichen Diskurs: sechs notwendige Re-interpretationen: Tobias Fink

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Ethnisierung und Kulturalisierung im erziehungswissen- schaftlichen Diskurs: sechs notwendige Re-interpretationen Tobias Fink Zusammenfassung Seit fast 30 Jahren wird in der deutschsprachigen Erziehungswissenschaft über das Problem der Kulturalisierung bzw. Ethnisierung diskutiert, dabei werden auch eigene Konzepte, etwa die multikulturelle Erziehung oder die interkultu- relle Bildung, kritisch hinterfragt. Hamburger (1999) forderte in einem Artikel zur „Re-interpretation“ erziehungswissenschaftlicher Arbeiten auf, wenn in ihnen „Kultur“oder „Ethnie“ als zweifelhafte Erklärungsressourcen eingesetzt werden. Der vorliegende Artikel geht der Frage nach, ob die Diskussion über Kulturalisierung und Ethnisierung zu einem bedachten Umgang mit den Begrif- fen von „Kultur“ und „Ethnie“ im erziehungswissenschaftlichen Diskurs geführt hat oder ob auch heute noch eine Re-interpretation von erziehungswissenschaft- lichen Arbeiten notwendig ist. Zur Beantwortung dieser Frage wurden 34 Artikel aus Themeheften erziehungswissenschaftlicher Zeitschriften zum Thema „Kultur/Verschieden- heit“ der letzten zehn Jahre einer eingehenden Analyse unterzogen. Dabei zeigt sich, dass zwar in vielen Artikeln differenziert und vorsichtig mit diesen Be- griffen umgegangen wird, in denselben Themenheften aber auch Beiträge er- scheinen, die einer Re-interpretation bedürfen. In sechs der untersuchten Artikel wird auf „Kultur“ oder „Ethnie“ als zweifelhafte Erklärungsressource zurückge- griffen, diese Artikel werden nun im Folgenden einer Re-interpretation unter- zogen. Ethnisierung und Kulturalisierung – auch ein Problem der Erziehungswissenschaft Seit Mitte der 1980er Jahre wird das Problem der Kulturalisierung bzw. Ethnisierung in der deutschsprachigen Erziehungswissenschaft diskutiert. Nach- dem die so genannte „Ausländerpädagogik“, die als Reaktion auf die Ankunft vieler Gastarbeiterkinder in den deutschen Schulen in den 1970er Jahren entstanden war, in die Kritik einer...

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