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Sportgroßveranstaltungen als staatliche Herausforderung

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Henning Gädeke

Sportgroßveranstaltungen führen zu einer Reihe spezifischer rechtlicher Probleme, die nicht zuletzt aufgrund der zunehmenden Professionalisierung und der weltweiten Vermarktung des Sportes stärker in das allgemeine Bewusstsein getreten sind. Das gilt insbesondere für sicherheitsrechtliche Fragen, der Bau großer Sportarenen wirft aber auch beispielsweise planungsrechtliche Probleme auf. Am Beispiel von Sportgroßveranstaltungen lassen sich die zentralen Herausforderungen moderner Infrastrukturverwaltung näher beleuchten. Vor diesem Hintergrund betrachtet der Verfasser Sportgroßveranstaltungen als rechtlichen Gesamtkomplex und entwickelt für diese ein spezifisches öffentlich-rechtliches Regelungsregime.

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Vierter Teil: Ausgewählte Rechtsprobleme im Zusammenhang mit Sportgroßveranstaltungen

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§ 10 Die Sicherheit von Sportgroßveranstaltungen Fragen der Sicherheit von Sportgroßveranstaltungen stehen neben der Problematik der Kostentragung für Sicherheitsmaßnahmen im Mittelpunkt der rechtspolitischen Diskussion.399 Daher soll ihnen auch in dieser Arbeit besonderes Augenmerk ge- widmet werden. Wenn der Staat seiner Verantwortung für Sportgroßveranstaltun- gen nachkommen will, muss er dafür Sorge tragen, dass er die öffentliche Sicher- heit effektiv und auf rechtmäßige Art und Weise gewährleistet. Im Folgenden soll untersucht werden, wie diesem Ziel Rechnung getragen werden kann. Dabei sollen sowohl die rechtlichen Gegebenheiten de lege lata herausgearbeitet, als auch Vor- schläge de lege ferenda entwickelt werden. I. Spezifische Gefährdungslagen bei Sportgroßveranstal- tungen 1) Menschenmassen als Sicherheitsproblem Der Hauptgrund für Sicherheitsprobleme bei Sportgroßveranstaltungen sind die damit verbundenen Menschenmassen und deren Auswirkungen auf den öffentli- chen Raum. Es ist dabei zum Beispiel an Massenpaniken400 oder aber an eine erhöhte An- zahl von Eigentumsdelikten zu denken.401 Hinzu kommt die Gefährdung durch äu- ßere Faktoren wie terroristische Anschläge, da diese Veranstaltungen wegen des großen medialen Interesses ein attraktives Ziel für Terroristen bieten. 399 Vgl. hierzu auch W. Schäuble in: BMI (Hrsg.), 11. Sportbericht der Bundesregierung (BT- Drs. 16/3750), 2006, S. 10: „Weil ich nicht nur Sport-, sondern auch Sicherheitsminister bin, gilt mein besonderes Augenmerk der Sicherheit bei sportlichen Großveranstaltungen. Ein entscheidender Schritt war auf diesem Gebiet, dass die Bundesregierung im März 2004 das „Europäische Übereinkommen über Gewalttätigkeiten und Fehlverhalten von Zuschau-...

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