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Vorstandsverantwortlichkeit bei Kartellrechtsverstößen

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F. Sebastian Hack

Kartellrechtswidrige Verhaltensweisen beruhen letztendlich auf individuellem Verhalten von natürlichen Personen. Normadressaten des deutschen und europäischen Kartellrechts sind hingegen allein Unternehmen (im kartellrechtlichen Sinne), deren Träger in der Regel juristische Personen sind. Auf der Grundlage der These, dass für eine effektive Kartellrechtsdurchsetzung die Verhaltensbeeinflussung der unmittelbar handelnden natürlichen Personen entscheidend ist, untersucht der Autor die Verantwortlichkeit des Vorstandes einer Aktiengesellschaft für einen Kartellrechtsverstoß seines Unternehmens. Dabei beleuchtet er u. a. die zivilrechtliche Haftung, die Strafbarkeit, die bußgeldrechtliche Verantwortlichkeit sowie berufliche Folgen für Vorstandsmitglieder. Als Nährquelle für weitere Überlegungen behandelt das Werk zudem die Verantwortlichkeit von Leitungsorganen für Kartellrechtsverstöße in den USA. Auf der Grundlage der vorangegangenen Analyse formuliert der Autor Vorschläge für neue Instrumente, mit denen die Kartellrechtsdurchsetzung verbessert werden könnte. Im Zentrum der Überlegungen steht dabei neben der Schaffung eines kartellrechtspezifischen Tätigkeitsverbots die Kriminalisierung von Hardcore-Kartellen.

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Inhaltsverzeichnis

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Abkürzungsverzeichnis ....................................................................................... 19 1. Teil Einleitung ............................................................................................. 20 § 1 Anlass, Gegenstand und Aufbau der Untersuchung ..................................... 21 § 2 Themenabgrenzung und begriffliche Klärungen .......................................... 30 2. Teil Vorstandsverantwortlichkeit nach deutschem Recht ............................ 31 § 1 Der Kartellrechtsverstoß als Auslöser der Vorstandsverantwortlichkeit ..... 31 I. Ziel des deutschen und europäischen Kartellrechts .............................. 31 II. Überblick zum materiellen europäischen Kartellrecht .......................... 32 1. Einleitung ........................................................................................ 32 2. Das Kartellverbot gem. Art. 101 Abs. 1 AEUV .............................. 33 3. Das Missbrauchsverbot gem. Art. 102 AEUV ................................ 34 4. Verfolgungsinstanzen ...................................................................... 37 III. Überblick zum materiellen deutschen Kartellrecht ............................... 38 1. Das Verhältnis von europäischem und deutschem Kartellrecht ...... 38 2. Das Kartellverbot ............................................................................ 38 3. Das Missbrauchsverbot ................................................................... 39 4. Verfolgungsinstanzen ...................................................................... 40 § 2 Zivilrechtliche Verantwortlichkeit ............................................................... 41 I. Haftung gegenüber der Gesellschaft ..................................................... 41 1. Einleitung ........................................................................................ 41 2. Haftung gem. § 93 AktG ................................................................. 42 a) Einleitung .................................................................................. 42 b) Kartellrechtswidrige Verhaltensweisen als Pflichtverletzung ... 43 aa) Verletzung der allgemeinen Sorgfaltspflicht i.S.v. § 93 Abs. 2 AktG und seiner Ausprägungen .............................. 43 (1) Einleitung ..................................................................... 43 (2) Sorgfaltspflicht i.e.S. (duty of care) ............................. 43 (a) Legalitätspflicht als Teil der geschuldeten Sorgfalt .................................................................. 43 (aa) Grundlagen .................................................... 43 10 (bb) Business Judgement Rule und Legalitäts- pflicht – Geschäftsleiterermessen bei unklarer Rechtslage ....................................... 45 (cc) Business Judgement Rule und Legalitäts- pflicht – Geschäftsleiterermessen bei nützlichen Pflichtverletzungen? .................... 49 (b) Überwachungspflicht als Teil der geschuldeten Sorgfalt .................................................................. 50 (aa) Grundlagen .................................................... 50 (bb) Sachgerechte Organisation der Aufgaben- delegation ...................................................... 51 (cc) Überwachungspflicht als Gesamtaufgabe des Vorstandes und horizontale Arbeits- teilung (Ressortaufteilung) ............................ 52 (dd) Inhaltliche Anforderungen an die Überwachungspflicht bei vertikaler Arbeitsteilung ................................................ 53 (3) Treuepflicht (duty of loyalty) ....................................... 57...

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