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Drama in the Classroom

Dramenarbeit im Englischunterricht der Sekundarstufe I im Hinblick auf Gendersensibilisierung und interkulturelle Kommunikation

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Jessica Nowoczien

Dramenarbeit im Englischunterricht – eine noch viel zu selten genutzte Möglichkeit der stetig zunehmenden Heterogenität in deutschen Klassenzimmern zu begegnen. Diese kann produktiv genutzt werden, indem Lernende ihre individuellen Erfahrungen und Identitäten in den Unterricht einbringen. Wie das möglich ist, zeigt dieser dokumentierte Unterrichtsversuch in der Sekundarstufe I an einer Gemeinschaftsschule, der zunächst theoretisch vorgestellt und vorbereitet wird, um dann in seinen späteren Ausführungen zahlreiche Unterrichtstipps für die Praxis zu bieten. Aktuelle didaktisch-relevante Diskurse wie Interkulturelle Kommunikation, Gender Studies/Queer Theory, Literaturdidaktik in der Sekundarstufe I und Dramapädagogik werden hier in interdisziplinärer Verbindung genutzt, um den Fremdsprachenunterricht weiterzuentwickeln.

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Teil I: Theoretische Grundlegung

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3 Einleitung Unsere postmoderne Gesellschaft ist einem kontinuierlichen und rasanten Wan- del unterworfen – Globalisierung, Digitalisierung und größtmögliche Individua- lisierung im privaten Bereich sind die Schlagworte auf dem Weg ins 21. Jahr- hundert. Vieles ist möglich geworden: Anti-Diskriminierungsgesetze schützen vermeintliche „Sub-Gruppen“ und versuchen somit Integrations- bzw. Inklusionsarbeit zu leisten; geben eben die- sen, vormals noch ausgegrenzten Gruppen eine Stimme und machen sie so zu einem Teil unserer Alltagskultur. Durch das World Wide Web ist, wie der Name bereits sagt, die Welt enger miteinander verbunden als je zuvor, in Chaträumen und Internetpräsenzen tummeln sich Jugendliche und Erwachsene aus aller Welt, in Internet-Foren wird über Themen diskutiert, die Menschen überall auf dem Globus beschäftigen und die nun aus den unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet werden können. Das Kino bietet uns Filme, die bis zur Perfektion mit Spezialeffekten angereichert sind und somit Fiktionalität auf die Leinwand brin- gen, die immer wirklichkeitsnaher erscheint. Musiktrends sind kaum mehr zu erkennen, so viele unterschiedliche Stilrichtungen sind auf dem Markt, entwi- ckeln sich neu und werden mit zunächst völlig gegensätzlich erscheinenden Ausdrucksarten im sogenannten „cross over“ miteinander kombiniert. Dieses gesellschaftliche Phänomen betitelt der Kulturwissenschaftler Volkmann lako- nisch als „postmoderne Potpourri-Gesellschaft“ (2005, 291). Jugendliche wachsen so in einer Welt voller Vielfalt, schnellem Wechsel, neuen Entwicklungen und scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten ihre Freizeit sowie private und berufliche Zukunft zu gestalten auf. Wie antwortet die Institution Schule auf diesen gesellschaftlichen Wandel, die zunehmende Heterogenität des Schülerklientels und die...

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