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Testo e ritmi

Zum Rhythmus in der italienischen Sprache

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Elmar Schafroth and Maria Selig

Rhythmus, die Ordnung der Zeit durch Periodizität, ist eine anthropologische Konstante. Auch in Bezug auf das Sprachliche stellt sich daher die Frage, welche Formen Rhythmus in Sprache und Text annehmen kann und was seine Funktion ist. Die in diesem Band vereinten Beiträge untersuchen rhythmische Phänomene auf den verschiedensten Ebenen der sprachlichen Strukturbildung. Gefragt wird nach der Gegenüberstellung von silben- und akzentzählenden Sprachen, nach den Fortschritten, die neuere rhythmustypologische Theorien in diesem Bereich erbracht haben, nach der Persistenz silben- bzw. akzentrhythmischer Strukturen im Sprachkontakt und nach den Wechselwirkungen zwischen Prosodie und Syntax. Gegenstand der Untersuchung ist außerdem Rhythmus als Erkennungsmerkmal von Textsorten, die Übersetzbarkeit eurythmischer Textstrukturen und die Beziehung zwischen Sprachrhythmus und Musik. Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass die rhythmische Überformung der Linearität des Sprachlichen mit den körperlichen und kognitiven Grundbedingungen unserer Kommunikation und mit der spezifischen Semantiziät von Sprache und Text auf vielfältige Weise interagiert.

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Laura Sergo: Interpunktionszeichen als Rhythmusmarker: eine kontrastive Analyse

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Interpunktionszeichen als Rhythmusmarker: eine kontrastive Analyse Laura Sergo 1. Einführung Ziel der vorliegenden Untersuchung ist eine Analyse der Anwendung von Interpunktionszeichen als Mittel der Erzeugung von Rhythmus in italieni- schen Prosatexten und bei ihrer Wiedergabe ins Deutsche. Gian Luigi Becca- ria (1964: 233) definiert Rhythmus als: „ripetizione di un movimento“, dabei ist Bewegung „indispensabile perché possa sussistere il ritmo; il movimento richiede sempre punti d’appoggio sul quale iniziare o prolungare lo slancio“ (a.a.O.). Auf Prosatexte übertragen werden Wiederholung und Bewegung durch diverse sprachliche Mittel erzeugt, zu welchen auch die Interpunktion gehört. 2. Die Interpunktion Sowohl in der romanistischen als auch in der germanistischen Linguistik ist die Interpunktion Gegenstand zahlreicher diachronischer und synchroni- scher Studien. In den meisten der neuesten germanistischen Studien zur Interpunktion werden vorwiegend Fragen diskutiert, die im Zusammenhang mit der Rechtschreibreform entstanden sind und darauf abzielen, alten und neuen Regelapparat (vgl. Baudusch 1997: 243) gegenüberzustellen und auf Konsequenz zu überprüfen. Diese syntaktisch-normative Richtung ist selbstverständlich sprachsystembedingt; dabei wird oft auf die Kompliziert- heit der Interpunktionsregeln hingewiesen (vgl. u.a. Baudusch 1997: 246). Ebenso wird die Fähigkeit einiger Satzzeichen erwähnt, sowohl „bestimmte kommunikative Bezüge herzustellen und damit die besondere Aussageab- sicht des Schreibenden zum Ausdruck zu bringen“, als auch pragmatisch- Laura Sergo 296 stilistische Wirkungen zu erzielen (a.a.O.), wie auch Bredel (2008) in ihrer unter Verzicht auf normative Sichtweisen durchgeführten Untersuchung der Eigenschaften der deutschen Interpunktion betont. Der Schreibende hat nämlich oft die Auswahl zwischen mehreren Satzzeichen (vgl. Baudusch 22004:...

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