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Translationswissenschaft interdisziplinär: Fragen der Theorie und Didaktik- Translation Studies: Interdisciplinary Issues in Theory and Didactics

Tagungsband der 1. Internationalen Konferenz TRANSLATA- «Translationswissenschaft: gestern – heute – morgen», 12.-14. Mai 2011, Innsbruck- Proceedings of the 1 st International Conference TRANSLATA- «Translation and Interpreting Research:

Series:

Edited By Lew Zybatow, Alena Petrova and Michael Ustaszewski

Die 2011 neugegründete Innsbrucker Konferenzserie TRANSLATA wurde mit einer überwältigenden internationalen Beteiligung von Translatologen aus aller Welt zu einem der größten Kongresse der Disziplin. Der Band enthält eine Auswahl von 54 Beiträgen zu Allgemeinen Fragen der Translationswissenschaft, zu Semantik – Kognition – Kultur – Translation, zu Sprachvergleich und Translation sowie zur Didaktik der Übersetzer- und Dolmetscherausbildung.
The TRANSLATA conference series, established in 2011 in Innsbruck, attracted an unbelievably large number of international participants, thus becoming one of the largest conferences on Translation Studies in the world. This volume contains 54 publications of selected contributions on basic issues in Translation Studies, on semantics – cognition – translation, on cross-linguistics and translation and on translator and interpreter training and didactics

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Semantik – Kognition – Translation Semantics – Cognition – Translation

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DIE UNTERSCHIEDLICHEN MODELLE DER LEXIKALISCHEN SEMANTIK UND IHRE BRAUCHBARKEIT FÜR DIE ÜBERSETZUNGSTHEORIE UND -PRAXIS Jörn Albrecht, Heidelberg (Deutschland) 0. Vorbemerkungen Wenn ältere Herren noch einmal zu einem Vortrag anreisen, darf man keinen Paradigmenwechsel erwarten, sondern bestenfalls eine breit angelegte Über- sichtsdarstellung ohne technischen Aufwand, nicht selten mit persönlichen Mei- nungsäußerungen verbunden. 1. Zum Status der Bedeutung im Rahmen einer allgemeinen Zeichentheorie Seit Jahrtausenden wurde das naive Zweikomponentenmodell des Zeichens (ali- quid stat pro aliquo) durch ein Dreikomponentenmodell ersetzt, bei dem eine „vermittelnde Instanz“ (vulgo: „Bedeutung“) zwischen den wahrnehmbaren Zeichenträger (Signifikanten) und die zu bezeichnenden Gegenstände und Sach- verhalte eingeschoben wird: voces significant res mediantibus conceptis, wie es die Scholastiker formuliert haben. Zu den historisch besonders folgenreichen Manifestationen dieses triadischen Zeichenmodells gehören die christliche Trini- tät und Hegels Dialektik.1 Es gibt zahllose „Dreiecksmodelle“ in der Semiotik; sie sollen hier nicht aufgeführt werden. Das hier vorgestellte hat den Vorteil, mit weitgehend uninterpretierten Benennungen zu operieren: vermittelnde Instanz ……………………………………………… 1 Sowohl Hegel (u.a. 1970, Bd. 10, 30-32) als auch Peirce (1986, Bd. 1, 144) haben auf diesen Zusammenhang hingewiesen. 2 3 1 Zeichenträger (Laut oder Schrift) Benanntes Wirkliches Jörn Albrecht 128 1.1. Gründe für die Annahme der Notwendigkeit einer „vermittelnden Instanz“ Es gibt eine Reihe von Gründen, die dafür sprechen, beim sprachlichen Zeichen eine „vermittelnde Instanz“ zwischen den sinnlich wahrnehmbaren Zeichenträger und die zu benennenden Gegenstände und Sachverhalte einzuschieben. 1.1.1. Die Bedeutung repräsentiert Universalia (Allgemeinbegriffe)...

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