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Translationswissenschaft interdisziplinär: Fragen der Theorie und Didaktik- Translation Studies: Interdisciplinary Issues in Theory and Didactics

Tagungsband der 1. Internationalen Konferenz TRANSLATA- «Translationswissenschaft: gestern – heute – morgen», 12.-14. Mai 2011, Innsbruck- Proceedings of the 1 st International Conference TRANSLATA- «Translation and Interpreting Research:

Series:

Edited By Lew Zybatow, Alena Petrova and Michael Ustaszewski

Die 2011 neugegründete Innsbrucker Konferenzserie TRANSLATA wurde mit einer überwältigenden internationalen Beteiligung von Translatologen aus aller Welt zu einem der größten Kongresse der Disziplin. Der Band enthält eine Auswahl von 54 Beiträgen zu Allgemeinen Fragen der Translationswissenschaft, zu Semantik – Kognition – Kultur – Translation, zu Sprachvergleich und Translation sowie zur Didaktik der Übersetzer- und Dolmetscherausbildung.
The TRANSLATA conference series, established in 2011 in Innsbruck, attracted an unbelievably large number of international participants, thus becoming one of the largest conferences on Translation Studies in the world. This volume contains 54 publications of selected contributions on basic issues in Translation Studies, on semantics – cognition – translation, on cross-linguistics and translation and on translator and interpreter training and didactics

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Text – Kontext – Kultur – Translation Text – Context – Culture – Translation

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SIND NACHRICHTEN ÜBER SPEKTAKULÄRE STRAFTATEN ZUM ÜBERSETZEN DA? Olga Bokova, Woronesch (Russland) 1. Einleitung Das Ungewöhnliche, d.i. die Abweichung von der Norm, hat einen besonderen Aufmerksamkeitswert und besitzt damit eine besonders große Chance, veröffent- licht zu werden. Die Regel Bad News are Good News wird von Wissenschaftlern (Galtung / Ruge 1970, 266; Kunczik / Zipfel 2006, 343) mit vier Argumenten begründet: 1. Negative Ereignisse entsprechen besser dem Frequenz-Kriterium als posi- tive Ereignisse, die in der Regel viel Zeit benötigen, um sich aufzubauen. Je mehr der zeitliche Ablauf eines Ereignisses der periodischen Erschei- nungsweise des Mediums entspricht, desto größer ist die Wahrscheinlich- keit, dass das Ereignis zur Nachricht wird. 2. Negative Ereignisse werden eindeutig als solche beurteilt. Je klarer und eindeutiger ein Ereignis ist, desto eher wird es als berichtenswert einge- stuft. 3. Negative Ereignisse sind konsonant, d.h. sie entsprechen der bei vielen Menschen vorherrschenden Weltsicht. Je mehr Ereignisse den Erwartun- gen des Publikums entsprechen, desto eher werden sie zu Nachrichten. 4. Negative Ereignisse treten im Vergleich zu positiven Ereignissen meistens unerwartet und plötzlich ein. Je unerwarteter bzw. seltener ein Ereignis stattfindet, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, zur Nachricht zu wer- den. Dabei gilt dies aber nur für Überraschung innerhalb des bereits exis- tierenden Erwartungshorizonts. Diesen vier Punkten fügt Jürgen Wilke (1984, 162) noch einen hinzu, und zwar „dass durch negative Ereignisse viel stärker als durch positive Ereignisse ein unmit- telbarer Handlungsbedarf entsteht.“ Wilke hat auch im Zuge...

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