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Jüdische Nachbarschaften in New York

Eine Lektüre der lesbaren Spuren der «jüdischen Frage deutscher Art» in Uwe Johnsons "Jahrestage</I>

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Stefan Gädtke

«Es flaniert, das Kind.» Es ist diese randständige Aussage Mrs. Ferwalters, der gezeichneten Überlebenden der Shoah, die sie verschwörerisch lächelnd ihrer Nachbarin, der scham- und schuldbewussten Deutschen Gesine Cresspahl zuflüstert, in der Uwe Johnson eine Utopie eines noch möglichen deutsch-jüdischen Dialogs versteckt. Es ist diese Aussage, es ist das Flanieren, das eine nachlesbare Spur legt zu einer Antwort auf die «jüdische Frage deutscher Art». Genau dieser lesbaren Spur geht die Lektüre der Jahrestage nach und entdeckt den Schriftsteller Johnson als einen Flanierenden: Uwe Johnson ist ein Flaneur, der die Kunst des Spazierens von seiner jüdischen Nachbarin Hannah Arendt in New York gelernt hat.

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Vorbemerkungen

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Das vorliegende Buch besitzt bereits einen akademischen Weg, es hat bereits begon- nen Spuren zu hinterlassen: die Untersuchung wurde im Oktober 2010 von der Fakul- tät für Geisteswissenschaften der Universität Duisburg-Essen als Dissertation ange- nommen. Für die obligatorische Veröffentlichung habe ich den Text noch einmal kri- tisch überarbeitet. Das vorliegende Buch besitzt aber auch bedeutsame Hinwege und Unterkünfte: be- danken möchte ich mich bei: • Dr. Hannes Krauss, ohne den ich niemals ein enthusiastischer Johnson-Leser gewor- den wäre und der mich der Johnson-Forschung vorstellte • der Universität Duisburg-Essen für eine anerkennende Zusprechung eines Stipendi- ums • Monika Gerhardt vom Uwe-Johnson-Archiv in Frankfurt am Main (veraltet), die mich bei meiner Suche in Johnsons Bibliothek unterstützte und mir einen Ausweg aus dem Museum zeigte • meinem Schwiegervater Jürgen Bernecker für die Recherche und Beschaffung von Kartenmaterial aus der Staatsbibliothek in Berlin • Dr. Steffen Richter, der in der letzten Phase der Arbeit alles noch einmal kritisch hin- terfragte und so einige Ungenauigkeiten zu beseitigen half • Prof. Dr. Michael Hofmann für die wohlwollende Lektüre und die Erstellung eines Zweitgutachtens. Bedanken möchte ich mich zudem für die unkomplizierte Herausga- be dieses Buches Zuallererst aber möchte ich mich bedanken bei: • meinem Doktorvater Prof. Dr. Jochen Vogt, der immer daran geglaubt hat, dass aus den vielen Gedanken eine Arbeit wird und der mich mit seiner geduldigen Art mehr unterstützt hat als er vielleicht selber Weiß. • meinen Eltern, die immer an mich geglaubt...

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