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Unaufgeforderte Hilfeleistung in Notsituationen

Eine rechtshistorische und rechtsvergleichende Studie zu den zivilrechtlichen Aspekten der Nothilfe mit besonderer Berücksichtigung des Rechts der Geschäftsführung ohne Auftrag

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Sören Koch

Die Arbeit befasst sich mit den zivilrechtlichen Aspekten der Nothilfe. Den Kern bildet die Frage der dogmatischen Herleitung des Ersatzes von Aufwendungen und Schäden des Nothelfers. Der Verfasser weist durch eine rechtshistorische und rechtsvergleichende Analyse nach, dass die Haftungsfragen in solchen Situationen auch ohne Rückgriff auf das in der deutschen Rechtspraxis verwendete Rechtsinstitut der Geschäftsführung ohne Auftrag (GoA) adäquat gelöst werden können. Der naturrechtliche Gedanke, die moralische Pflicht zur Menschenhilfe zum rechtsdogmatischen Fundament der Geschäftsführung ohne Auftrag zu erklären, überzeugt nicht. Er steht mit der Konzeption des BGB im Widerspruch. Mit Hilfe von delikts-, bereicherungs- sowie sozialrechtlichen Instrumentarien können dogmatisch konsistente Lösungen gefunden werden. Vor diesem Hintergrund wird Buch VI des Draft Common Frame of Reference (PEL Ben. Int.) kritisch beleuchtet.

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Inhaltsverzeichnis

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Abkürzungsverzeichnis ................................................................................. XIX Einleitung ....................................................................................................... 1 I. Gegenstand der Untersuchung ........................................................ 1 1. Die Entscheidung zur Hilfeleistung unter soziologischen und normativen Gesichtspunkten .......................................................... 1 2. Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes ............................. 6 II. Methodischer Ansatz und Gang der Untersuchung ...................... 14 1. Ziel der Untersuchung ................................................................... 14 2. Gang der Untersuchung ................................................................. 15 Teil 1: Unaufgeforderte Hilfeleistung aus rechtshistorischer Sicht .......... 19 A. Römisches Recht ....................................................................................... 21 I. Die actio negotiorum gestorum ........................................................ 21 1. Die sozialethischen Grundlagen und Funktionen der negotiorum gestio .......................................................................... 22 a. Ursprung des Rechtsinstituts.................................................... 22 b. Hilfeleistung für einen abwesenden Freund ............................ 23 c. Altruistische Nothilfe als Leitbild der negotiorum gestio im römischen Recht? ................................................................ 28 2. Tatbestand der negotiorum gestio ................................................. 35 a. Das objektiv fremde Geschäft – negotium alterius ................. 36 b. Der animus negotia aliena gerendi .......................................... 37 c. Freiwilligkeit der Geschäftsführung – sponte ......................... 39 d. Die Nützlichkeit des Geschäfts (utiliter gestum) ..................... 40 3. Haftungsrechtliche Konsequenzen der negotiorum gestio im römischen Recht ....................................................................... 42 a. Die actio directa ....................................................................... 42 aa. Herausgabe des durch die Geschäftsführung Erlangten und Rechnungslegung ....................................... 42 bb. Die Haftung des Gestors bei auftragloser Geschäftsführung ............................................................... 43 b. Die actio negotiorum gestorum contraria ............................... 46 X aa. Aufwendungsersatz ............................................................ 46 (1) Erfolg der Geschäftsführung nötig? ........................... 46 (2) Der animus recipiendi und der animus donandi ......... 47 bb. Vergütungsersatz und Rettungslohn im römischen Recht? ............................................................... 48 cc. Schadensersatz des Gestors im römischen Recht .............. 49 (1) Gaius und der Begriff der Vermögenseinbußen ......... 51 (2) Argumente für eine Haftung des Geschäftsherrn auf Schadensersatz ...................................................... 53 (3) Haftung...

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