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Christen in Thailand

Am Beispiel der Karen und der Akha

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Lauren Drover

Diese Untersuchung wirft einen Blick auf das oft übersehene Christentum Asiens. In Thailand konvertieren besonders Mitglieder ethnischer Minderheiten zu dieser «neuen» Religion. Anhand zweier Beispielminderheiten werden die Gründe hierfür untersucht. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Theorie, dass die Konversion zu einer «abweichenden» Religion zur Bewahrung der ethnischen Identität genutzt wird. Weiterhin werden Wechselwirkungen zwischen den indigenen Religionen und dem Christentum analysiert. Die Autorin fragt dabei, inwiefern sich Konversionstheorien verschiedener Wissenschaftler auf die untersuchten Beispiele anwenden lassen. Dabei wird grundlegend bezweifelt, dass die häufig gemachte Unterscheidung zwischen einer Volksreligion und einer Universalreligion überhaupt zulässig ist.

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3. Das Christentum unter den ethnischen Minderheiten Thailands

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In diesem Kapitel, werden Wechselwirkungen der traditionellen Religion mit den neu übernommenen christlichen Ansätzen vorgestellt. Beispiele sind hier die Karen und die Akha. Zunächst werden die Ethnien und deren Lebensweise kurz vorgestellt. Hierbei werden auch andere Religionen in diesen Gemeinschaften, wie etwa der Buddhismus und kleinere Religionsgemeinschaften, kurz vorge- stellt. An diese Einleitung schließt sich eine genaue Untersuchung der Adaption des Christentums unter ihnen an. Die Karen wurden als Beispiel ausgewählt, da es sich bei ihnen um das größte „Bergvolk“ Thailands handelt und sie darüber hinaus schon am längsten Kontakt zu den Tai und anderen buddhistischen Völkern pflegen. Die Akha wurden als Vergleichsbeispiel herangezogen, da sie sich in ihrer Christentumsin- terpretation in wichtigen Punkten von den Karen unterscheiden, die einen Ver- gleich lohnenswert machen. So haben die Karen etwa einen starken religiösen Eklektizismus, bei dem jedem Individuum die freie Religionswahl zugestanden wird, die Akha hingegen binden Religion stark an die ethnische Zugehörigkeit, weswegen Konversion Verlust der ethnischen Identität bedeuten kann. Auch sind die Akha viel später in das heutige Thailand eingewandert als die Karen und lebten abgeschotteter, weswegen ihre traditionelle Religion nicht so intensi- vem Einfluss der umliegenden Buddhisten ausgesetzt war. Sicher wäre es eben- so lohnenswert, weitere ethnische Minderheiten, wie etwa die Hmong oder die Chin zu untersuchen. Dennoch wurde hier darauf verzichtet, da kein Über- blickswerk intendiert wurde, sondern der pointierte Fokus auf die Inkulturation des Christentums aus Sicht der Religionswissenschaft, welche hier an zwei...

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