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Die christliche Gemeinschaftsschule in Baden

Historie und Rechtsprobleme

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Johanna Bäcker

Die Arbeit beschäftigt sich mit der christlichen Gemeinschaftsschule in Baden. Zunächst wird die Historie dieser Schulform dargestellt und es wird auf die theologischen und politischen Herausforderungen hingewiesen, der sie sich gegenübergestellt sah. Die Arbeit zeigt die geschichtliche Entwicklung der christlichen Gemeinschaftsschule in Baden auf. Im Weiteren setzt sie sich mit dem Kernproblem der Verfassungsmäßigkeit auseinander und greift den Wunsch nach einer neuen Verwaltungsvorschrift zur praktischen Ausgestaltung der christlichen Gemeinschaftsschule badischer Prägung in Baden-Württemberg auf. Die Arbeit schlägt schließlich eine Reform der Verwaltungsvorschrift auf Grundlage der ursprünglichen Verwaltungsvorschrift vor.

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C. Zusammenfassung

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Die christliche Gemeinschaftsschule badischer Prägung in der Form, in der wir sie heute aus unserer Landesverfassung kennen, ist aus einem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedürfnis heraus entstanden. Erst mit dem Einsetzen einer liberaleren Politik hatte sie allerdings die Chance, einer verbindlichen formellen Regelung zugeführt zu werden. Nur mit der sich schrittweise vollziehenden Ab- lösung der kirchlichen Schulhoheit durch die des Staates, die Kirchen waren zu- nächst ja erklärter Gegner dieser Schulform, war ihr Bestand gesichert. Neben den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedürfnissen spielte das damalige Staatsverständnis eine entscheidende Rolle. Auch nach dem Ende des landes- herrlichen Kirchenregiments in der Weimarer Zeit gab es bis in die späte Mitte des 20. Jahrhunderts beachtlichen Widerstand gegen diese Schulform. Im Endef- fekt konnte die christliche Gemeinschaftsschule sich als einheitliche Kompro- misslösung durchsetzen, was auch die Ausgangsentscheidung zur christlichen Gemeinschaftsschule deutlich macht. Seit ihrer Aufnahme in die Landesverfassung und die damit verbundene lan- desweite Einführung als Regelschulform hat sich die Gesellschaft ständig wei- terentwickelt. Entscheidender Aspekt war und ist hierbei der immer stärker zu- nehmende Pluralismus in der Gesellschaft. Im Blickpunkt der verfassungsrecht- lichen Diskussion stand stets das Gebot der staatlichen Neutralität. Die christli- che Gemeinschaftsschule badischer Prägung ist als offene Gemeinschaftsschule zu verstehen.1276 In dieser Form garantiert die christliche Gemeinschaftsschule badischer Prägung ein Minimum an Zwangselementen, wenn es um eine mögli- che Beeinflussung und Beeinträchtigung der schulpflichtigen Kinder geht.1277 Nach dem Votum des BVerfG1278wird in dieser Schulform...

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