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Symbole der Macht?

Aspekte mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Architektur

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Olaf Wagener

Burgen gelten gemeinhin als Symbole der Macht – aber hält diese Annahme einer wissenschaftlichen Untersuchung stand? Im Rahmen einer Tagung in Oberfell an der Mosel im November 2011 wurde diese Frage thematisiert. Eine Vielzahl von Vorträgen aus verschiedenen Disziplinen beleuchtete unterschiedliche architektonische Objekte aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Bewusst wurde die Burg nicht als singuläres Bauwerk behandelt, sondern in den Kontext herrschaftlicher Architektur im Allgemeinen zurückgeholt. Daher wurden in den Beiträgen Burgen, Sakralbauten, Zeughäuser, Brücken oder auch Rathäuser behandelt, und dabei immer in den Kontext von Landschaft und Gesellschaft eingebettet. Der zeitliche Rahmen erstreckte sich vom hohen Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit, um so auch den Wandel nicht nur der architektonischen Formen, sondern auch ihrer Wahrnehmung aufzeigen zu können.

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Einleitung. Olaf Wagener

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Einleitung „Mittelalterliche und frühneuzeitliche Architektur – Symbol von Macht und Herr- schaft ?“ – so lautete der vollständige Titel der Tagung in Oberfell an der Mosel im November 2011, der diesem Band zugrunde liegt. Auch wenn der Titel für die Druckfassung einer pragmatischen Kurzfassung wei- chen musste, bleibt die Frage doch dieselbe. Spätestens seit Joachim Zeune 1996 mit seinem populären Band „Burgen – Symbole der Macht“ neben der Fachwelt auch eine Vielzahl interessierter Laien erreichen konnte und die Burg als Symbol par excellence präsentierte, ist diese Annahme vielfach zu einer Tatsache geworden: Burgen sind Symbole der Macht – eine Auffassung, die auch noch in manchen der vorgelegten Bei- träge durchscheint. Die vorliegenden Beiträge wollen sich dieser Annahme von den „Symbolen der Macht“ von verschiedenen Seiten kritisch nähern: Zum einen schien es wichtig zu sein, die mittelalterliche Burg nicht als einsam für sich stehendes Bauwerk anzusehen, sondern darüber hinaus auch andere Bauten des Mittelalters und der frühen Neuzeit in den Blick zu nehmen. Für die Zeitgenossen waren steinerne Monumentalbauten wie Klöster, Kirchen, Zeughäuser oder Brücken sicherlich nicht weniger beeindruckend und bedeutsam wie eine Burg, wenn auch ein jedes auf seine spezifische Weise. Des Weiteren sollte aber bewusst ein interdisziplinärer Ansatz gewählt werden, so dass Kollegen verschiedener Fachrichtungen ihren Beitrag zur Diskussion leisten konnten, und auch das Abbild der Bauwerke im Auge des Betrachters bzw. Zeichners sollte nicht zu kurz kommen. Den Anfang des Bandes macht ein Beitrag von...

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