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Symbole der Macht?

Aspekte mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Architektur

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Edited By Olaf Wagener

Burgen gelten gemeinhin als Symbole der Macht – aber hält diese Annahme einer wissenschaftlichen Untersuchung stand? Im Rahmen einer Tagung in Oberfell an der Mosel im November 2011 wurde diese Frage thematisiert. Eine Vielzahl von Vorträgen aus verschiedenen Disziplinen beleuchtete unterschiedliche architektonische Objekte aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Bewusst wurde die Burg nicht als singuläres Bauwerk behandelt, sondern in den Kontext herrschaftlicher Architektur im Allgemeinen zurückgeholt. Daher wurden in den Beiträgen Burgen, Sakralbauten, Zeughäuser, Brücken oder auch Rathäuser behandelt, und dabei immer in den Kontext von Landschaft und Gesellschaft eingebettet. Der zeitliche Rahmen erstreckte sich vom hohen Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit, um so auch den Wandel nicht nur der architektonischen Formen, sondern auch ihrer Wahrnehmung aufzeigen zu können.

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Der Gotthardsberg – Archäologie auf den Spuren von Macht und Herrschaft. Harald Rosmanitz und Christine Reichert

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Der Gotthardsberg – Archäologie auf den Spuren von Macht und Herrschaft Harald Rosmanitz und Christine Reichert Ein vielschichtiges Forschungsprojekt im Spessart und nördlichen Odenwald Eine kleinräumige Untersuchung zum Tagungsthema „Mittelalterliche und früh- neuzeitliche Bauwerke – Symbole von Macht und Herrschaft ?“ ist auf der Grund- lage der archäologischen Forschungsgrabungen möglich, die das Archäologische Spessartprojekt – Institut an der Universität Würzburg (ASP) seit 2004 im Spessart und seit 2010 auch im angrenzenden südlichen Odenwald durchführt. Bei der Um- setzung des in dieser Form bayernweit einzigartigen Projekts stehen thematisch die mittelalterlichen Burgen im Vordergrund.1 In erster Linie handelt es sich um kleine Wehranlagen, in der Region oft als „Burgställe“ bezeichnet, die im 12. Jahrhundert flächendeckend errichtet wurden.2 Beispiel hierfür ist die Ketzelburg bei Haibach 3. Einen zweiten Typ bilden Verwaltungssitze von territorial und finanziell besser ge- stellten Adelsfamilien. Exemplarisch sei auf die Burg Bartenstein bei Partenstein verwiesen, die von den Grafen von Rieneck errichtet und betrieben wurde.4 Völlig 1 Harald Rosmanitz, The castle projekt in the Spessart – scientists an volunteers explore a cultural landscape. Papers by International conference „Lordship and Castle landscapes – Franconian and international studies in comparision (2011), in: Concilium medii aevi vol. 14, 2011, S. 101–120. 2 Christine Engler, Keine Burg weit und breit ? Die Burgenlandschaft des westlichen Spessart vom 12. bis 14. Jahrhundert, Masch. Magisterarbeit, Bamberg 2009. 3 Harald Rosmanitz (Hg.), Die Ketzelburg in Haibach. Eine archäologisch-historische Spuren- suche, Neustadt a. d. Aisch 2006. 4 Harald...

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