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Symbole der Macht?

Aspekte mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Architektur

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Olaf Wagener

Burgen gelten gemeinhin als Symbole der Macht – aber hält diese Annahme einer wissenschaftlichen Untersuchung stand? Im Rahmen einer Tagung in Oberfell an der Mosel im November 2011 wurde diese Frage thematisiert. Eine Vielzahl von Vorträgen aus verschiedenen Disziplinen beleuchtete unterschiedliche architektonische Objekte aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Bewusst wurde die Burg nicht als singuläres Bauwerk behandelt, sondern in den Kontext herrschaftlicher Architektur im Allgemeinen zurückgeholt. Daher wurden in den Beiträgen Burgen, Sakralbauten, Zeughäuser, Brücken oder auch Rathäuser behandelt, und dabei immer in den Kontext von Landschaft und Gesellschaft eingebettet. Der zeitliche Rahmen erstreckte sich vom hohen Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit, um so auch den Wandel nicht nur der architektonischen Formen, sondern auch ihrer Wahrnehmung aufzeigen zu können.

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Eigenkirchenbau – religiöse Notwendigkeit, Selbstdarstellung oder politisches Kalkül? Astrid Steinegger

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Eigenkirchenbau – religiöse Notwendigkeit, Selbstdarstellung oder politisches Kalkül ? Astrid Steinegger Der folgenden Arbeit liegt ein Vortrag zugrunde, welcher als Anregung zur inter- disziplinären Diskussion gedacht war, leider aber krankeitsbedingt abgesagt werden musste. Aufgrund der geringen Anzahl der zum Druck möglichen Abbildungen war mir als „objektfixierter“ Archäologin von Beginn an klar, dass das dem Vortrag zugrunde liegende Konzept für die schriftliche Version abgeändert werden muss und vor allem Beispiele aus einer einzigen Region behandeln werden sollen. Hierfür bot sich der Raum um Neumarkt in der Steiermark an, ein Hochland an der Grenze zum heutigen Kärnten, welches im Mittelalter an der sogenannten Venedigerstraße lag. Nach einem kursorischen Abriss der regionalen Geschichte vom Früh- bis ins Hochmittelalter und einer kompakt gehaltenen Definition des Terminus „Eigenkirche“ möchte ich den Ver- such wagen, nach nicht-schriftlichen Indikatoren für eine machtpolitische Adaptie- rung des Kirchenbaus zu fahnden. Wurden frühe Kirchen, die rechtlich gesehen ihrem Erbauer gehörten, als Symbole und Ausdruck von Macht verwendet oder von der Be- völkerung als solche gesehen ? Die hier angesprochene und mit Beispielen erläuterte Fragestellung kann mit den Schlagwörtern Flechtwerksteine, Stiftergrab und Kirchen- bautypen grob umrissen werden. Um 600 wurde in Kärnten und der Steiermark das spätantike Christentum von den heid- nischen Glaubensvorstellungen der Slawen abgelöst. Diese wanderten von Südosten in die inneralpinen Täler ein und ließen sich im südlichen Teil der ehemaligen römischen Provinz Noricum nieder. Diese...

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