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Kultureller und sprachlicher Wandel von Wertbegriffen in Europa

Interdisziplinäre Perspektiven

Edited By Rosemarie Lühr, Natalia Mull, Jörg Oberthür and Hartmut Rosa

Der Sammelband dokumentiert Ergebnisse des in den Jahren 2007 bis 2010 an den Universitäten Jena und Halle gemeinsam mit internationalen Kooperationspartner/innen verfolgten Forschungsprojekts Normen- und Wertbegriffe in der Verständigung zwischen Ost- und Westeuropa. Das Forschungsvorhaben wurde von der Volkswagenstiftung im Rahmen des Programms Einheit in der Vielfalt? gefördert und stellt mit seiner Verknüpfung von linguistischen, philosophischen und soziologischen Betrachtungsweisen eine notwendige Perspektiverweiterung für die aktuellen politischen und kulturellen Auseinandersetzungen um den Vereinigungsprozess Europas dar. Die internationalen Beiträge untersuchen Kontinuität und Wandel in Europa, dessen Sprachen, Sinn- und Werteordnungen von der Vergangenheit bis in die Gegenwart.

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Vorwort

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Das zusammenwachsende Europa bleibt auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine gesellschaftspolitische Herausforderung – vor allem der Suche nach einem geteilten normativen Fundament kommt eine besondere Bedeutung zu. Spezifi- sche Spannungsmomente resultieren dabei zum einen aus dem Anspruch, viel- fältige ideengeschichtliche Entwicklungslinien und Traditionen zu einem paneu- ropäischen Kultur- und Wertehorizont zu verbinden und zugleich auf die politi- schen Erfordernisse der sich rasant verändernden globalen Gegenwartsgesell- schaft zu beziehen. Zum anderen ist auch das institutionelle Grundgerüst der Union durch die Eigendynamiken, Differenzen und Antagonismen der ‚Moder- ne‘ geprägt: wichtige Bereiche wie Demokratie, Wohlfahrtsstaat und Markt, zwischen denen schon im nationalen Kontext komplexe und zum Teil auch kon- flikthafte Wechselwirkungen bestehen, sind wesentliche, aber umkämpfte Felder des Vereinigungsprozesses. Für die Bewohner im sinnbildlichen Haus Europa spielen dabei ihre je eigenen Geschichten und Interessenkonstellationen eine ebenso wichtige Rolle wie die Frage, entlang welcher Leitideen die Zukunft un- ter einem Dach gestaltet werden, d.h. in konkrete Praxis münden, soll. Nicht zu- letzt vor diesem Hintergrund entfalten die Diskurse über Wertgrundlagen im Europa des 21. Jahrhunderts auch auf der Ebene von sprachlichen Besonderhei- ten eine zusätzliche Tiefenwirkung. Das in den Jahren 2007 bis 2010 an den Universitäten Jena und Halle ge- meinsam mit internationalen Kooperationspartner_innen verfolgte Forschungs- projekt „Normen- und Wertbegriffe in der Verständigung zwischen Ost- und Westeuropa“, welches von der Volkswagenstiftung im Rahmen des Programms „Einheit in der Vielfalt?“ gefördert wurde, stellt mit seiner Verknüpfung von linguistischen, philosophischen und soziologischen...

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