Show Less

Forschungswege in der Eurythmietherapie

Berichte vom internationalen Forschungssymposium - 28.-30. November 2008

Series:

Edited By Annette Weisskircher and Albrecht Warning

An der Alanus Hochschule Alfter wurde im November 2008 ein Forschungssymposion «Forschungswege in der Eurythmietherapie» veranstaltet. In den vergangenen Jahren sind eine Reihe von Forschungsarbeiten in der Eurythmietherapie mit unterschiedlichen Methoden geleistet worden. Es wurde die Frage gestellt, welche Forschungsmethoden der Eurythmietherapie angemessen sind und wie die verschiedenen Ansätze miteinander verbunden werden können. Es war das Anliegen dieses Symposiums, diese unterschiedlichen Wege zu betrachten und methodische Grundlagen anzudenken, die die Forschungsziele bündeln können. Zugleich wurden verschiedene Dokumentationsweisen der Therapieprozesse vorgestellt: in der physiologischen Ebene am Patienten und betrachtend reflektierende Beschreibungen der Therapeuten.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Zur Methodenfrage in der Forschung zur Therapeutischen Eurythmie (Abstrakt) Peter Matthiessen 9

Extract

9 1. Vortrag Freitag den 28.11.2008 Zur Methodenfrage in der Forschung zur Therapeutischen Eurythmie (Abstrakt) Peter Matthiessen Abstract Die Frage nach angemessenen Methoden in der Forschung zur Therapeutischen Eurythmie steht im Spannungsfeld von höchst gegensätzlichen Ansätzen und Zwängen. Was die Forschung zur therapeutischen Wirksamkeit der Therapeuti- schen Eurythmie betrifft, so haben sich in unserem Gesundheitswesen Gepflo- genheiten etabliert, die Wirksamkeitsforschung hoch formalisiert in Form von so genannten klinischen Studien zu betreiben und die statistisch gefundene Evidenz gemäß (rein) formaler Kriterien in verschiedenen Evidenzebenen zu hierarchisie- ren und zu bewerten (Evidenz basierte Medizin). Um z.B: die Kostenerstattung für ein therapeutisches Verfahren zu erhalten, ist in aller Regel das Vorliegen positiver Ergebnisse von mindestens einer randomisierten Studie notwendig; oder aber posi- tive Ergebnisse aus nicht randomisierten, aber sehr gut dokumentierten und auch sonst methodisch sehr sauber durchgeführten prospektiven vergleichenden Be- obachtungsstudien. Im Prinzip finden sich im Rahmen von EbM auch Ergebnisse der Einzelfallforschung berücksichtigt. Sie nehmen dort aber nur einen ganz un- tergeordneten Rang ein und werden bei Metaanalysen so gut wie nie berücksich- tigt. Ein grundsätzliches Problem bei solchen nomothetisch-statistischen Ansät- zen zum Wirksamkeitsnachweis ist, dass die einzelnen Individuen austauschbare „Stichproben“ innerhalb eines Kollektivs sind, die so gewonnenen Ergebnisse mithin nur Durchschnittswerte liefern und keine Aussagen über konkrete Indivi- duen gestatten. Insbesondere von Dr. H. Kiene (Institut für angewandte Erkenntnistheorie und Medizinische Methodologie, Bad Krotzingen), ist eine Cognition-based Me- dicine dem vorgenannten Ansatz entgegengesetzt worden (CBM). Es wird hier darauf...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.