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Medien im neokommunikativen Fremdsprachenunterricht

Einsatzformen, Inhalte, Lernerkompetenzen- Beiträge zum IX. Mediendidaktischen Kolloquium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (18.-20.09.2008)

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Edited By Marcus Reinfried and Laurenz Volkmann

Vor zwei Jahrzehnten setzte ein Wandel des Fremdsprachenunterrichts ein, der zu einer neuen Ausprägung der kommunikativen Methode geführt hat. Das handlungs- und prozessorientierte, ganzheitliche und fächerübergreifende Lernen rückt seither immer mehr in den Vordergrund. Es wird durch den gezielten Einsatz unterschiedlicher Medien zunehmend unterstützt und gefördert: authentischer und didaktisierter, analoger und elektronischer, bildlicher und verbaler, populärer und elitärer Medien. Diese wachsende Diversifikation der Medien im Fremdsprachenunterricht wird im Buch ebenso beschrieben wie neuartige hybride Medienformen. Dabei werden Überlegungen zu den Funktionen, Chancen und Risiken bei der Entwicklung einzelner Medien einbezogen.

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Udo Ohm: Was bieten Telemedien an und wozu fordern sie auf? Mediendidaktische Spezifika aus soziokultureller Perspektive

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249 Udo Ohm Was bieten Telemedien an und wozu fordern sie auf? Mediendidaktische Spezifika aus soziokultureller Perspektive Concerning their learning potentials new media are often judged by criteria taken from traditional contexts of learning and teaching. This involves the risk of overlooking the fact that web applications like weblogs, chats, wikis etc. have established new linguistic practices and new forms of interaction. The World Wide Web and the applications it provides are artifacts through which people mediate their relations to objects and other people in their environment. Therefore, web applications are no neutral technological instruments but semiotic media that afford specific action potentials. Only an approach that is informed by sociocultural theory will be able to uncover and make applicable these potentials for web mediated foreign language teaching and learning. 1. Einleitung Das so genannte Web 2.0 ist längst auch in Lehr-/Lernkontexten in aller Munde. Mit Blick auf das Fremdsprachenlernen werden dabei nicht selten Fragen wie diese gestellt: Eignen sich Online-Medien zum Trainieren von Lese- und Schreibfertigkeit? Kann man mit ihrer Hilfe seine Kommunikationsfähigkeit in der Fremdsprache verbessern? Können „virtuelle“ Kontakte „reale“ Be- gegnungen mit Zielsprachensprechern ersetzen? Wer so fragt, steht in der Gefahr, Begriffe des traditionellen Lesens und Schreibens, Kommunizierens und Begegnens auf elektronische Medien zu übertragen. Er übersieht, dass nicht nur andere Übertragungswege für Informationen entstanden sind, dass nicht nur eine effektivere Überwindung von Raum und Zeit möglich ist, sondern dass durch Telemedien andere sprachliche Praktiken und neue Interaktionsformen etabliert wurden (2). Das...

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