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Transkulturalität und Musikvermittlung

Möglichkeiten und Herausforderungen in Forschung, Kulturpolitik und musikpädagogischer Praxis- Unter Mitarbeit von Sophie Arenhövel

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Susanne Binas-Preisendörfer and Melanie Unseld

Keine Musikkultur kommt ohne Fragen von Alterität und Transkulturalität aus. Doch noch immer scheint es eine Herausforderung darzustellen, über diese Fragen produktiv nachzudenken und sie in der Vermittlung von Musik aufzugreifen. Angesichts der bildungs- und wissenschaftspolitischen Herausforderungen des Themas ermöglicht dieser Band einen Überblick zum Stand der gerade erst begonnenen Forschung und gibt insbesondere NachwuchswissenschaftlerInnen unterschiedlicher Disziplinen eine Argumentationsplattform, die über die Grenzen ihrer Fächer hinaus den kultur- und bildungspolitisch hochsensiblen Zusammenhang von Transkulturalität und Vermittlung für das ‘Fach’ Musik untersuchen. Diskutiert werden sowohl die Bedeutung theoretischer Axiome für praktische Szenarien der Musikvermittlung als auch umgekehrt die Praxis der Musikvermittlung als Herausforderung für die Theoriebildung.

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Introduktion – Transkulturelle Musikvermittlung. Theoretische Annäherungen und wissenschaftspolitische Herausforderungen

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21 Klangliche Repräsentationen des ‚Orients‘ Mozart, Sting und Marsimoto – zur Bedeutung klanglicher Repräsentationen des ‚Orients‘ in ‚westlicher‘ Musik Susanne Binas-Preisendörfer Susanne Binas-Preisendörfer studierte in den 1980er Jahren Musik- und Kultur- wissenschaft an der Berliner Humboldt-Universität. ‚Klassisch‘ sozialisiert (Flö- tenmusik Bachs), gesellte sie sich Mitte / Ende der 1980er Jahre zu den anderen Bands des Ostberliner Offgrounds, tourte mit Der Expander des Fortschritts, nahm zwei Tonträger und Hörspiele auf, bevor sie sich seit den 1990er Jahren (nach der Geburt ihres Sohnes) als Kulturveranstalterin, Kulturpolitikerin und Kulturberate- rin (2003-2007 Sachverständige in der Enquete-Kommission Kultur in Deutschland des Deutschen Bundestages) einen Namen machte. Von 1995 bis 2001 kehrte sie als Postdoktorandin (DFG) und Assistentin (Habilitationsprogramm der VW-Stif- tung) zurück zum Forschungszentrum Populäre Musik der Humboldt-Universität, arbeitete anschließend als freie Autorin und Dozentin und ist seit 2005 als Uni- versitätsprofessorin für Musik und Medien an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg tätig. Zu ihren Schwerpunkten in Forschung und Lehre gehören die Themen Theorie und Geschichte mediatisierter Musik- bzw. Kulturformen, Musik und Globalisierung, Musik und Migration, Jugendkulturen und populäre Musik, Kultur- und Kreativwirtschaft. In seiner aufsehenerregenden Schrift Orientalism prangerte der 1935 in Je- rusalem als Kind palästinensischer Christen geborene Edward Said das Bild des Westens vom ‚Orient‘ als zutiefst einseitig und diskriminierend an (vgl. Said 2010 [1978]). In der Aufarbeitung literarischer Traditionen des Westens formulierte er Ende der 1970er Jahre die These, dass das Bild...

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