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Medien als Mittel urbaner Kommunikation

Kontrastive Perspektiven Französisch – Deutsch

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Edited By Ramona Schröpf

Dieser Band beschäftigt sich mit den vielgestaltigen Aspekten der medialen Kommunikation. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Stadt als kommunikativem Raum, in dem eine Sammlung verschiedener Texte und Textsorten auf den unterschiedlichsten Trägern anzutreffen ist. Die Bandbreite der untersuchten Korpora reicht dabei von Straßen- und Verbotsschildern über Geschäftsbeschriftungen von Friseursalons, Modeboutiquen und Restaurants bis hin zu einer für den urbanen Raum besonders typischen Textsorte, den Graffiti. Es wird ein breiter Medienbegriff zugrunde gelegt, so dass das Medium einerseits als materieller «Träger» der Botschaft verstanden wird und andererseits auch die klassischen Massenmedien wie Fernsehen oder Presse sowie das Individualmedium Mobiltelefon Berücksichtigung finden.

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Antje ZILG: „Je ne vois que toi!“ Identitätsstiftung im Genfer Lokalfernsehen

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„Je ne vois que toi!“ Identitätsstiftung im Genfer Lokalfernsehen Antje ZILG 1 Einleitung Die sofortige und gleichzeitige Zugänglichkeit von Information in der ganzen Welt gilt als Produkt der elektronischen Hochkultur unserer Zeit und findet ihren Ausdruck in der Formel des „global village“ (Hönnig- hausen 2004, 95). Für die Bekanntheit dieses Begriffs liefert Hönnighau- sen folgende Begründung: Warum kennt jeder den Begriff des „global village“? Weil dieses schick-aktuelle und gleichzeitig idyllische Paradoxon (global-village) einprägsam eines der Grunderlebnisse unserer Zeit, den Verlust der traditionellen Erfahrung von Raum und Zeit, vermittelt. (Hönnighausen 2004, 95) Die elektronischen Medien verändern unser Erlebnis von Raum und Zeit im Sinne einer Delokalisierung oder Entterritorialisierung.1 Angesichts der Bedeutung des Ortes für die Konstitution unserer persönlichen Iden- tität stellt dies ein ernstzunehmendes Problem dar (Hönnighausen 2004, 99). In der Schweiz haben Internationalisierung und Individualisierung zu einer stetig anwachsenden grenzüberschreitenden ausländischen Kon- kurrenz in Radio und Fernsehen geführt. Ferner kann eine schleichende, unaufhaltsame Abwanderung des eigenen Publikums auf ausländische 1 Mit dieser Medienrevolution wirken andere sehr heterogene Faktoren zusam- men, so globale Migrationen, die weltweite Urbanisierung und eine sich rapide globalisierende Wirtschaft (Hönnighausen 2004, 99). 118 Antje Zilg Kanäle festgestellt werden.2 Die Gegenstrategie besteht darin, Zuhörer und Zuschauer mit eigenen originären helvetischen Inhalten und For- men zu gewinnen und zu halten (Oppenheim 1991, 161). In diesem Kon- text formuliert Löffler über die lokalen Programme, deren Hauptfunkti- on er...

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